10 Tipps Zur Vermeidbaren Fehler Bei Der Literaturrecherche

Video: Die 10 wichtigsten Tipps zur Literaturrecherche

Man glaubt oft, die Literaturrecherche ist klar – sie sei ein einfacher und selbstverständlicher Prozess. Und genau deswegen machen viele Studenten die gleichen Fehler. Sie starten erst zu spät, beziehen zu wenig Fachzeitschriften und Aufsätze ein, erkennen nicht den aktuellen Forschungsstand oder verwenden Quellen mit einem niedrigen Rating. All diese Fehler sind vermeidbar – mit unseren 10 Tipps vom Ghostwriter erfahren Sie alles, was Sie über die Literaturrecherche wissen müssen.

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Herzlich willkommen beim GWriters-Videoblog!

Guten Tag und herzlich willkommen zu einem weiteren GWriters Video-Blog! GWriters ist eine akademische Agentur, die sich auf Ghostwriting, Lektorate und akademisches Coaching spezialisiert hat. In diesem Video-Blog geht es um das Thema “Die zehn wichtigsten Tipps zur Literaturrecherche”. Sie werden sehen, Literaturrecherche ist ein zentrales Thema innerhalb einer wissenschaftlichen Arbeit, weil, je besser die recherchierte Literatur ist, je genauer sie auf das Thema passt, desto besser wird naturgemäß auch Ihre Arbeit sein und je erfolgreicher werden Sie letztlich sein. Mit diesen zehn Tipps möchte ich Ihnen gerne zeigen, wie Sie hier am besten, am erfolgreichsten, vorgehen können.

Exposé – der erste Baustein in der Literaturrecherche

Mein erster Tipp: Exposé erstellen. Jetzt werden Sie sagen: Was hat denn ein Exposé mit einer Literaturrecherche zu tun? Nun, relativ viel, ich habe es gerade schon angedeutet. Ein Exposé gibt Ihnen ja eine Leitlinie vor, ein Exposé enthält Forschungsfragen, enthält Fragestellungen, die Sie innerhalb der Arbeit bearbeiten möchten, enthält eine Problematisierung, eine Einleitung, eine Motivation und so weiter, und so weiter. Man könnte fast sagen: Ohne Exposé – keine wissenschaftliche Arbeit, dann aber auch keine Literaturrecherche. Weil, das Exposé bietet letztlich für Sie den Rahmen, innerhalb dessen Sie sich bewegen in der wissenschaftlichen Arbeit, und damit natürlich auch in der Literaturrecherche. Das heißt, Sie sollten sich zuerst einmal mit dem Exposé beschäftigen. Dort gibt es natürlich auch diverse Dinge zu beachten. Und innerhalb des Exposés werden Sie dann automatisch auch einerseits zur Themenvertiefung kommen, andererseits natürlich aber auch zur Literaturrecherche selbst, weil, auch ein Exposé benötigt schon Inhalte im Hinblick auf eine Literaturrecherche.

Die Anforderungen der Hochschule

Im zweiten Punkt gilt es dann die Anforderungen zu klären. Mit Anforderungen zu klären, dort meine ich, welche Anforderungen gelten von Ihrer Hochschule, von Ihrer Universität an Literatur. Auch hier ist es sicherlich unterschiedlich, was die Qualität, aber auch die Quantität der Literatur angeht. Auch die Herkunft der Literatur, die verlangt wird bei der wissenschaftlichen Arbeit, wir kommen dort später noch einmal speziell auf das Thema Qualität der Literatur zu sprechen, wird unter Umständen unterschiedlich sein von Hochschule zu Hochschule. Das heißt, hier gilt es, ganz wichtig erst auch einmal in Kontakt mit der Hochschule zu treten, mit Ihrem Betreuer, mit Ihrem Professor, auch die Format-Vorgaben entsprechend zu lesen, und dort werden Sie auch sehen, welche Anforderungen sind an die Literatur gestellt. Von der Menge her kann man ungefähr sagen, 1,5 bis 2 neue Quellen pro Seite – was meint neue Quellen? Neue heißt also wirklich, keine Wiederholung von Quellen, sondern Quellen, die ganz neu, frisch sozusagen in der Arbeit vorkommen.

Das Internet – gut für die erste grobe Literaturrecherche

Dann sollten Sie in eine erste Recherche starten. Erste Recherche heißt, Sie müssen sich erst einmal, weil das Thema ja wahrscheinlich weitgehend unbekannt für Sie sein wird, erst einmal einen groben Überblick über das Thema verschaffen. Und hier eignet sich natürlich das Internet sehr, sehr gut. Gehen Sie bitte an dieser Stelle nicht davon aus, dass alles, was im Internet steht, richtig ist und stimmt, insbesondere nicht das, was Sie in Google oder in Wikipedia lesen. In Wikipedia werden Sie auch Quellen lesen, die so nicht stimmen, vielleicht falsch sind oder nicht genügend tief belegt und recherchiert sind. Aber das Internet dient auf jeden Fall einmal dazu, dass Sie sich einen groben Überblick über das Thema verschaffen können, den Sie dann sukzessive weiter verfeinern und detaillieren können.

Datenbanken identifizieren

In diesem Schritt werden Sie dann, und auch das ist sicherlich wieder ein Thema, das Sie mit der Hochschule klären sollten, die Anforderungen – die Anforderungen hier jetzt aber im Hinblick auf Datenbanken spezifizieren und diese Datenbanken dann auch identifizieren. Sie sollten sich zwar in der Recherche nicht nur auf Datenbanken fokussieren und konzentrieren, aber Datenbanken werden sicherlich eine ganz wesentliche Quelle in Ihrer Literaturrecherche darstellen. Warum? Weil viele Monografien, viele Journals, viele Fachzeitschriften, gerade auch Englischsprachiger Art, wir kommen später noch darauf zu sprechen, eben nur in diesen Datenbanken zu finden sind. Die Zugänge zu diesen Datenbanken sind in der Regel kostenpflichtig, hier ist es aber in den meisten Fällen so, dass Ihre Hochschule Ihnen einen zentralen Zugang zur Verfügung stellen wird. Das sollten Sie auch beim Thema Anforderungen klären und dann können Sie auf dieser Basis entsprechend in diesen Datenbanken recherchieren. WISO-Net sei hier als Beispiel genannt, SpringerLink sei hier als Beispiel genannt oder auch das bekannte Web of Knowledge oder auch Web of Science, wie es teilweise genannt wird.

Von “Allgemein” zu “Speziell” – die richtige Literatur finden

In der Recherche selber habe ich hier jetzt nur mal ganz profan hingeschrieben: „allgemein“ Strich/Pfeil „speziell“. Aber das ist auch ein ganz wesentlicher Punkt innerhalb der Recherche, das heißt, Sie gehen hier wirklich vom Allgemeinen zum Speziellen. Nun, wie machen Sie das? Das heißt, Sie besorgen sich erst mal relativ allgemeine Literatur, das kann auch allgemeine betriebswirtschaftliche Literatur sein, allgemeine volkswirtschaftliche Literatur, steigen dann tiefer in diese einzelne Literatur ein, tiefer in diese einzelnen Quellen ein. Das kann auch wiederum Aufsätze sein, wie ich es gerade erwähnt hatte, oder Artikel aus Fachzeitschriften, und können dann auch über beispielsweise die Literatur Hinweise, die Sie dann dort wiederfinden, immer tiefer und immer spezieller sich mit dem einzelnen Thema beschäftigen und werden dann am Ende sicherlich auch viele Literatur genereller Art, Grundlagenwerke dann eher wieder zur Seite stellen, weil Sie sagen, die brauchen Sie gar nicht, Sie brauchen sie nicht zwingend für die Erstellung Ihrer Thesis, sondern werden sich am Ende dann wirklich nur und rein auf die Literatur beschränken, die sich wirklich einhundertprozentig mit dem Thema beschäftigt, das Sie in Ihrer Thesis bearbeiten. Das sind mal die Grundlagen.

Neue und englischsprachige Literatur – ein Muss

Im zweiten Schritt geht es jetzt darum, welche Literatur soll es denn sein. Ich habe das an der ein oder anderen Stelle schon mal ein bisschen angeschnitten, wichtig ist es auf jeden Fall, neue Literatur zu verwenden. Sicherlich gibt es Themen, wo Sie gerade im Bereich der Grundlagen auch auf ältere Literatur zurückgreifen werden, auch zurückgreifen müssen, aber es ist immer wichtig, auch das Ganze durch neue Literatur entsprechend zu ergänzen. Und gerade bei aktuellen Themen, dort ist es natürlich ganz, ganz wichtig, neue Literatur zu verwenden. Das heißt auch, wenn es mehrere Auflagen beispielsweise von einem Buch gibt, verwenden Sie immer die neueste Auflage dieser Literatur. Dann das Thema englischsprachige Literatur. Es ist im wissenschaftlichen Kontext so, dass eine Vielzahl der Themen, die behandelt werden, eben nur im englischsprachigen, im angloamerikanischen Raum veröffentlicht werden. Das heißt, Sie werden nicht umhin kommen, auch wenn Ihre Arbeit auf Deutsch oder in der jeweiligen Landessprache verfasst ist, werden Sie nicht umhin kommen, sich mit englischsprachiger Literatur zu beschäftigen. Das wird auch ein wesentliches Qualitätsmerkmal Ihrer Arbeit sein und Ihrer Arbeit werden, heißt, je mehr englischsprachige Literatur Sie in Ihrer Arbeit haben, je besser wird mit Sicherheit auch die Qualität sein, die Sie in Ihrer Arbeit erfahren, und je besser wird dann eben auch am Ende die Noten sein.
Bei der englischsprachigen Literatur bei der Recherche ist es dann wichtig, auf jeden Fall sich Gedanken darüber zu machen, passt diese Literatur auch zu meinem Thema? Und dort hilft ein Trick relativ gut: Lesen Sie das Abstract, das in der Regel jeder englischsprachigen Literatur vorgestellt ist, und lesen Sie die Conclusion, lesen Sie die Schlussfolgerung. Dann brauchen Sie nicht den ganzen Text zu lesen, dann erfahren Sie schon relativ schnell, passt diese Literatur zu meinem Thema oder passt sie entsprechend nicht.

Journale und Aufsätze nutzen

Den nächsten Punkt habe ich schon angeschnitten: Wenn Sie dann Literatur besorgen, natürlich, dann haben Sie Monografien, also sprich Bücher, Journals, Fachzeitschriften, Fach-Publikationen, Aufsätze – diese sind aber auf jeden Fall immer zu bevorzugen. Warum sind diese zu bevorzugen? Diese sind deswegen zu bevorzugen, weil sie hier dann natürlich noch einmal Literatur haben, die sich tiefer, die sich intensiver mit den einzelnen Quellen und mit Ihrer Fragestellung natürlich auseinandersetzt als Monografien, die in der Regel natürlich relativ umfassend sind. Jetzt werden Sie sich fragen, und ich habe den Punkt vorhin schon mal angeschnitten: Ja, was ist denn ein gutes Journal, was ist denn ein schlechtes Journal?

VHB-JOURQUAL – Quellenbewertung nutzen

Und da gibt es eine wunderbare Hilfestellung im Internet, das sogenannte VHB-JOURQUAL – nutzen Sie dieses. Hier können Sie entsprechend abfragen, welche des Journals Sie zur Verfügung haben und ob dieses Journal mit A, B, C oder Not-Ratet geratet ist. Und je besser natürlich dieses Journal geratet ist, je höher ist auch die Qualität dieses Journals, und das sollten Sie dann entsprechend auch bei der Literatur beachten. Es gibt sogar, und da sind wir wieder hier bei dem Thema Anforderungen-Klären angekommen, es gibt sogar Universitäten, Hochschulen, die in ihren Anforderungen schreiben, dass Sie nur A-geratete Journals verwenden dürfen. Also auch hier entsprechend darauf achten.

Viel Zeit einplanen

Dann ganz wichtig: Planen Sie natürlich Zeit in die Literatur-Recherche ein! Es wird dauern, bis Sie die entsprechend qualitativ hochwertige gute und umfangreiche Literatur recherchiert haben. Das heißt, stellen Sie sich hier nicht unter Zeitdruck, nehmen Sie sich die Zeit, die Sie benötigen, fangen Sie frühzeitig mit der Literatur-Recherche an, sonst wird Ihnen die Zeit am Ende fehlen und zu knapp werden. Natürlich werden Sie auch im Laufe der Erstellung Ihrer Arbeit immer weitere Literatur nutzen und ergänzen, aber Sie sollten mit einer guten Literatur-Basis auf jeden Fall in Ihrer Arbeit starten.

Literaturverzeichnis vs. Bibliografie

Und dann: Literaturverzeichnis erstellen habe ich deswegen hingeschrieben, hat jetzt mit der eigentlichen Literaturrecherche nichts zu tun, ist aber von daher einfach noch mal ganz wichtig hier an dieser Stelle zu erwähnen, dass am Ende in ein Literaturverzeichnis nie alle Literatur hineinkommt, die Sie gelesen haben, sondern wirklich nur diejenigen, die Sie auch im Text zitiert haben, auf die Sie im Text referenzieren. Das ist ein Fehler, der relativ häufig leider gemacht wird, und den kann man relativ einfach verhindern. Man kann das machen, unter Umständen dann sogar, wenn es in den Anforderungen verlangt wird, das wäre dann aber eine sogenannte Bibliografie. Das wäre dann kein Literaturverzeichnis, das könnte ergänzend dann beispielsweise angefügt werden oder müsste angefügt werden, wenn es erfolgt ist, dieses sogenannte Bibliografie, wo dann eben alle Literatur, die Sie zu diesem Thema erwähnt haben, und nicht nur die, die im Text referenziert wird, erwähnt ist oder erwähnt wird.

Fazit zur Literaturrecherche

Ja! Das sind die zehn wichtigsten Tipps zur Literaturrecherche, und wenn Sie diese beachten, diese bedenken, dann werden Sie mit Sicherheit einen guten Erfolg haben bei Ihrer Arbeit, weil, bedenken Sie, Basis einer guten Arbeit ist einer eine gute, hochwertige, qualitativ hochwertige und umfangreiche Literatur. Wenn Sie Unterstützung brauchen, wenn Sie Hilfe brauchen bei der Erstellung der Literatur, bei der Recherche der Literatur, dann ist GWriters gerne Ihr Ansprechpartner, Ihr Partner im Coaching, was diese Themenstellungen angeht, in der Unterstützung, auch in der Recherche selber, und natürlich auch bei der ein oder anderen Erstellung dann. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Glück, viel Erfolg bei der Literaturrecherche und natürlich viel Erfolg bei Ihrer wissenschaftlichen Arbeit und bis zum nächsten Mal.