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Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit Word: 3 typische Probleme & wie Du sie vermeidest

Eine wissenschaftliche Arbeit für das Studium zu schreiben ist schwierig genug. Ein Thema finden, eine Fragestellung formulieren, ein Konzept bilden, sich mit Daten und Material auseinandersetzen und die relevante Literatur kennen lernen – das alles erfordert bereits Zeit, bevor man überhaupt mit dem Schreiben der wissenschaftlichen Arbeit beginnt! Das letzte, was unnötige Zeit kosten sollte, sind deshalb Probleme mit Word. Hier sind 3 typische Probleme und Hilfe, wie Du ihnen beikommst!

Formale Vorgaben bereits vor dem Schreiben der wissenschaftlichen Arbeit beachten

Erkundige Dich zu allererst bei Deinem Dozenten oder auf der Website Deiner Uni, welchen formalen Standards Deine Arbeit genügen muss. In den meisten Fällen sieht das ungefähr so aus:

Form:

  • Titelblatt
  • Zusammenfassung bzw. Abstract
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis und Tabellenverzeichnis
  • Einleitung
  • Hauptteil mit Unterpunkten
  • Fazit und Ausblick
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang
  • Eidesstattliche Versicherung

Format:

  • Seitenrand: Von Uni zu Uni sehr unterschiedlich. Links muss genug Platz sein für eine evtl. Bindung, viele Korrektoren wollen rechts Platz für Notizen. 5-6 cm insgesamt (links und rechts) ist normal.
  • Seitenzahlen: Der Standard ist unten rechts oder zentriert.
  • Schriftgröße: Fast immer 12 Pt für normalen Text.
  • Schriftart: Arial oder Times New Roman, Blocksatz (leichte Lesbarkeit ist das Prinzip)!
  • Zeilenabstand: 1,5-zeilig.
  • Kapitelüberschriften: 14 Pt Fettdruck, zwei Zeilen Abstand.
  • Unterkapitelüberschriften: 12 Pt Fettdruck, eine Zeilen Abstand.
  • Fußnotentext: 10 Pt Blocksatz, 1,0-zeilig, Fußnoten werden hoch gestellt.

Eine Formatvorlage ist ein Bauplan in Word, der bereits die wichtigsten Formatierungen enthält. Sind in einem Word-Dokument die formalen Strukturen bereits vorgegeben, kann man sich ganz einfach auf das Schreiben konzentrieren, ohne von lästigen kleinen Anwendungsfehlern aus dem Konzept gebracht zu werden. Vielleicht findest Du sogar eine Vorlage für wissenschaftliche Arbeiten online! Du kannst aber auch selber eine erstellen.

Problem 1: Uneinheitliche Überschriften und Absätze in Word

Natürlich kannst Du Überschriften jedes Mal per Hand selbst größer machen, in Fettdruck schreiben und dann noch einen schönen Absatz darunter machen. Das Problem ist nur: Selbst bei kleineren Arbeiten wirst Du wahrscheinlich eine Menge unterschiedlicher Überschriften, Unterüberschriften und Absätze einbauen müssen. Wenn diese keinem einheitlichen Schema folgen, sieht die Arbeit oft dilettantisch aus und schlimmstenfalls werden beim Leser Missverständnisse über die Bedeutung des darauffolgenden Textstücks hervorgerufen. Und selbst, wenn Du das weißt und darauf achtest, kann es immer noch sein, dass dir vermeidbare Fehler beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten unterlaufen. Beim einen Mal machst Du den Absatz nämlich mit 14 Pt, so wie die Überschrift, beim nächsten Mal mit 12 Pt Schriftgröße, so wie der Text. Beim einen Mal fügt Word automatisch einen Zeilenabstand nach dem Absatz ein, auf der nächsten Seite hast Du das ausgestellt, weil Du eine Tabelle formatieren musstest. Und schon ist die ganze Einheitlichkeit dahin.

Unter dem Reiter „Start“ kannst Du Formatvorlagen für Überschriften und Text bestimmen. Wenn Du dann schreibst, kannst Du deinen Text markieren und auf Deine voreingestellt Formatvorlage klicken. Der Text wird dann automatisch immer diese Form annehmen. Es lohnt sich also, mit Formatvorlagen zu arbeiten!

Problem 2: Fehlerhafte Verzeichnisse der wissenschaftlichen Arbeit

Fast jeder Student denkt daran, am Ende des Schreibprozesses das Inhaltsverzeichnis zu überarbeiten. Seitenzahlen müssen aktualisiert werden, Unterpunkte müssen ergänzt werden, und eventuell müssen die Namen der Überschriften angepasst werden, falls man sie beim Schreiben verändert hat. Und dann muss all das in eine einheitliche, übersichtliche und logische Struktur gebracht werden. Auch diese Arbeit lässt sich entweder mühsam per Hand machen, oder mithilfe von vordefinierten Formatvorlagen.

Unter dem Reiter „Verweise“ findest Du die entsprechenden Möglichkeiten ein automatisches Inhaltsverzeichnis anzulegen. Viele Fehlerquellen finden sich auch im Tabellenverzeichnis oder Abbildungsverzeichnis. Mithilfe des Befehls „Beschriftung einfügen“ lassen sich auch hier Verzeichnisse erstellen, die sich automatisch aktualisieren, sobald Du in Deinem Text etwas änderst.

Problem 3: Unschöne Umbrüche und Absätze beim wissenschaftliche Arbeit schreiben

Hast Du schon mal eine halbe Stunde damit verschwendet, Deine Überschriften, Unterüberschriften und Textabsätze so abzusetzen, dass sie nicht von einem Seitenumbruch auseinandergerissen werden? Nur um dann festzustellen, dass all die Arbeit vergebens war, weil Du auf Seite drei unbedingt noch ein Absatz ergänzen musstest? Das ist ebenfalls ein typisches Problem für den manuellen Umgang mit Word.

Natürlich können auch hier durch den Umgang mit einer Formatvorlage unschöne Umbrüche und Absätze vermieden werden. Mit STRG+ENTER kannst Du einen Seitenumbruch erzwingen. Wenn Du unter dem Reiter „Start“ auf den kleinen grauen Erweiterungspfeil im Kästchen „Absatz“ klickst, öffnet sich ein Dialogfenster, dass Dir genau sagt, welche Absatzregeln gerade gelten. Diese kannst Du dann nach Belieben umstellen.

Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen für das Erstellen wissenschaftlicher Formatvorlagen. Oft lohnt es sich die Zeit zu investieren, um den Umgang mit einem neuen Werkzeug zu lernen, anstatt mit den bereits bekannten Werkzeugen so lange herum zu pfuschen, bis es irgendwie passt. Viel Glück!