Exposee Erstellen Lassen Gwriters

Video: Exposé erstellen – So wird es richtig gemacht

Wie Du richtig ein Exposé erstellen kannst & was Du dabei unbedingt beachten solltest, erfährst Du hier vom akademischen Ghostwriter von GWriters.

Transkription

Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren GWriters Tutorial. Heute möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie erfolgreich ein Exposé für eine wissenschaftliche Arbeit erstellen. Das möchte ich gerne tun, indem ich auf zwei Teile eingehe, nämlich zum einen: Was sind Vorteile? Was ist der Zweck eines Exposés? Und zum anderen: Was sollte inhaltsmäßig in einem Exposé erscheinen?

Was ist ein Exposé?

Zunächst einmal, bevor wir uns dies anschauen, ganz grundsätzlich mal: Was ist ein Exposé überhaupt? Ein Exposé zeigt Ihrem Betreuer, dass Sie sich inhaltlich mit dem Thema beschäftigt haben und bildet die Grundlage für die weitere Ausarbeitung, für die weitere Beschäftigung mit dem Thema.

Wie kommt es, dass Professoren ihre Studenten ein Exposé schreiben lassen? Welche Vorteile gibt es?

Und da sind wir auch gleich bei den Vorteilen, dem Zweck des Exposés angelangt und der Frage: Warum sollten Sie überhaupt ein Exposé schreiben? Oder könnte man nicht sagen “Ha, ich schreibe einfach lieber gleich mal los”. Genau das sollten Sie nämlich nicht tun. Weil wenn Sie ein Exposé machen, dann beschäftigen Sie sich schon sehr, sehr intensiv mit Ihrer Arbeit, sehr, sehr intensiv mit Ihrem Thema. Und dann fällt Ihnen die Erstellung Ihrer Arbeit gleich später um ein Vielfaches leichter. Denn das Exposé gibt Ihnen letztlich dann den roten Faden vor. Es zeigt Ihnen, wo es langgeht, um es einmal salopp zu formulieren in Ihrer Arbeit, was Themenstellungen, was Fragestellungen sind, mit denen Sie sich in Ihrer Arbeit beschäftigen wollen und werden. Und wenn Sie sich das im Vorfeld überlegen getreu dem Motto “Wenn ich ein Ziel habe, dann weiß ich auch, wohin ich gehen oder wohin ich rennen soll”, dann werden Sie am Ende bei Ihrer wissenschaftlichen Arbeit auch Erfolg haben.

Das heißt unabhängig davon, ob Ihr Betreuer ein Exposé verlangt oder nicht, machen Sie auf jeden Fall immer ein Exposé. Überlegen Sie sich im Vorfeld, was Sie tun wollen in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Nur dann werden Sie am Ende Erfolg haben. Deswegen dann auch ganz wichtig, wenn Sie das Exposé erstellt haben, stimmen Sie das Exposé mit Ihrem Betreuer ab. Denn das bringt Ihnen die Sicherheit, dass Sie am Ende dann auch sagen können “Das haben wir aber im Vorfeld abgestimmt. Das war die Grundlage für meine wissenschaftliche Arbeit.” Und das bringt Ihrem Betreuer auch die Sicherheit, weil das letztlich dann auch dann die Basis, auf dem seine Beurteilung fußen wird.

Und ein weiterer großer Vorteil, den Sie nicht unterschätzen dürfen: Ein Exposé ist natürlich dann auch immer Teil der Arbeit. Das heißt das, was Sie im Exposé erarbeitet haben, können Sie dann natürlich eins zu eins, weil das haben Sie ja schon erarbeitet, auch in Ihre wissenschaftliche Arbeit übernehmen. Und das können ruhig auch mal je nach Umfang acht bis zehn Seiten sein, weil das ist mit Sicherheit der übliche Umfang, den ein Exposé hat. Und je nachdem, wie viel Inhalt und wie viele Seiten Ihre wissenschaftliche Arbeit dann hat, kann es dann gut sein, dann haben Sie schon ein Drittel oder ein Viertel Ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit dem Exposé erschlagen. Kurzum: Ihr Exposé ist also keiner Art und Weise vergeudete Zeit, sondern ist eine gute Basis und eine gute Vorbereitung für Ihre wissenschaftliche Arbeit. Viel mehr sogar, es ist Inhalt später Ihrer wissenschaftlichen Arbeit.

Was sollte ich alles in das Exposé schreiben?

Ja, und das Stichwort Inhalt bringt uns dann zum nächsten Thema: Was sollte denn in Ihrem Exposé alles drinstehen? Es sind mehrere Punkte. Die ersten drei, die drei wichtigsten, habe ich hier mal aufgeschrieben. Wir kommen später dann noch zu weiteren, die ich dann noch aufschreiben werde.

Der erste Punkt, die Problemstellung. Bei der Problemstellung – worum geht es hier? Da geht es darum, dass Sie sich auseinandersetzen “Was ist überhaupt das Problem? Was ist überhaupt die Fragestellung?”, bei der Sie sich mit Ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigen. Das heißt hier gilt es, sich ganz intensiv in die wissenschaftliche Literatur einzuarbeiten, diese zu reflektieren, diese kritisch zu reflektieren und dann darzustellen, was ist das Problem, was ist die Fragestellung, was ist vielleicht auch die Forschungslücke, die Sie erkannt haben und wo Sie dann mit Hilfe Ihrer wissenschaftlichen Arbeit eine Lösung finden wollen.

Und das bringt Sie unmittelbar dann zum zweiten Punkt Ihres Exposés, nämlich zum Thema Zielsetzung. Stellen Sie sich immer die Frage: Was soll ganz am Ende stehen, wenn ich meine wissenschaftliche Arbeit erstellt habe? Was ist am Ende das Ziel? Ist es beispielsweise die Auseinandersetzung mit dem aktuellen Stand zu einem Thema? Ist es die Ableitung von Handlungsempfehlungen? Ist es die Erarbeitung eines betriebswirtschaftlichen Konzeptes? Ist es die Abwägung von Erkenntnissen aus der Theorie mit Erkenntnissen aus der Praxis, wenn Sie beispielsweise eine empirische Analyse schreiben ergänzt um eine Literaturrecherche? All diese Fragestellungen sollten Sie sich stellen, wenn Sie hier im Bereich Zielsetzung unterwegs sind.

Im Bereich Methodik: Hier sollten Sie dann beschreiben, mit welcher Methodik arbeiten Sie in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Also machen Sie eine quantitative Analyse beispielsweise? Machen Sie eine qualitative Analyse? Nehmen Sie Experteninterviews vor? Sind diese leitfadengestützt oder nicht leitfadengestützt? Machen Sie eine Literaturrecherche? Ist es eine reine Literaturarbeit? Ist es eine empirische Arbeit? Und so weiter und so weiter. Also diese ganzen Fragestellungen gilt es hier im Bereich der Methodik zu beantworten.

Das sind schon mal die drei wichtigsten Fragestellungen und die drei wichtigsten Inhalte eines Exposés. Aber bei weitem nicht alle. Denn ein paar wichtige kommen noch hinzu, auf die ganz gerne jetzt noch eingehen möchte.

Was sollte ich noch alles beim Exposé beachten?

Der nächste Punkt ist nämlich das Thema der Fragestellung. Fragestellung, die ergibt sich in der Regel automatisch aus der Problemstellung und aus der Zielsetzung der Arbeit. Das heißt, welche Fragestellung ist denn letztlich Basis Ihrer wissenschaftlichen Arbeit? Was soll beantwortet werden? Das heißt, hieraus resultieren dann auch sogenannte Forschungsfragen. Forschungsfragen sind Fragen, die Sie am Ende ausgehend von Ihrer Zielsetzung bei Ihrer wissenschaftlichen Arbeit beantwortet haben sollten. Je nach Ausrichtung der wissenschaftlichen Arbeit sind es aber nicht nur Forschungsfragen, die quasi als roter Leitfaden durch die Arbeit dienen und die Sie am Ende beantwortet haben sollten, sondern es sind gegebenenfalls auch noch Hypothesen. Hypothesen sind zu verstehen als Annahme über die Wirklichkeit. Annahmen, die Sie stellen zu Ihrem Thema, zu Ihrer Problemstellung, zu Ihrer Untersuchung und die Sie dann im Rahmen Ihrer wissenschaftlichen Arbeit entweder bejahen oder verneinen können. Und es ist beileibe kein Fehler einer wissenschaftlichen Arbeit, wenn Sie am Ende zur Erkenntnis kommen, das, was Sie sich ursprünglich mal vorgestellt haben, das, was Sie unterstellt haben, trifft nicht zu. Nein, das zeugt sogar von einer hohen Qualität Ihrer wissenschaftlichen Arbeit.

Als letzter, als wichtiger Punkt oder als vorletzter wichtiger Punkt haben Sie noch die Vorgehensweise. Bei der Vorgehensweise beschreiben Sie relativ kurz und knapp, wie Sie innerhalb der Arbeit vorgehen, sprich wie sie gegliedert ist. Und diese Gliederung ist natürlich auch ein wichtiger Punkt Ihrer wissenschaftlichen Arbeit und natürlich auch Ihres Exposés. Das heißt, neben der Vorgehensweise sollte die Gliederung erscheinen.

Und als finaler Punkt sozusagen, wenn Sie dann all das reflektiert haben plus die anderen drei Punkte, die ich Ihnen aufgezeigt habe, gilt es natürlich sich zu überlegen, mit welcher Literatur arbeiten Sie. Keine Angst, Sie müssen innerhalb eines Exposés noch nicht in eine detaillierte, eine intensive Literaturrecherche einsteigen. Hier reicht es vollkommen aus, mal einen ersten, einen groben Überblick über die zu behandelnde Literatur zu geben. Letztlich soll Ihrem Betreuer dazu nur aufgezeigt werden, Sie haben sich mit dem Thema beschäftigt, Sie haben sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Weil letztlich brauchen Sie die Literatur ja auch zur Formulierung der Fragestellung. Sie brauchen Sie für die Problemstellung. Sie brauchen sie für die Forschungsfragen. Und Sie brauchen sie natürlich auch für die Hypothesen. Das heißt ohne Literatur geht es nicht. Und sehen Sie da auch bitte hier wieder den Vorteil, wenn Sie die Literatur erarbeitet haben, haben Sie natürlich auch hier schon den Teil oder einen Teil der Arbeit geleistet für Ihre spätere Forschung.

Fazit

Ja, und wenn Sie diese Grundregeln beachten, dann haben Sie die besten Voraussetzungen gelegt für eine erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit. Sie sehen also, Exposé ist nicht etwas, was man tun kann, sondern ist ein Muss bei jeder wissenschaftlichen Arbeit. Auch, und das kann ich Ihnen nur empfehlen, wenn es Ihr Betreuer nicht verlangt. Weil Sie erreichen damit, dass Sie sich intensiv mit Ihrem wissenschaftlichen Thema beschäftigen und auseinandersetzen, dass Sie einen roten Faden haben, auf den Sie dann später in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit aufbauen können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Glück und viel Erfolg bei Ihrer wissenschaftlichen Arbeit und viel Erfolg bei der Erstellung Ihres Exposés.