Expose Schreiben Lassen Ghostwriter

Exposé schreiben: Die komplette Anleitung, um es erfolgreich zu gestalten

Das Exposé soll absolut alles enthalten, worum sich Deine Arbeit am Ende dreht: Du musst also im Voraus planen. Dabei ähnelt das Exposé in Grundzügen dem Abstract: Es stellt im Groben eine inhaltliche Zusammenfassung Deiner Arbeit dar. Aber während das Abstract nach dem Schreiben Deiner wissenschaftlichen Arbeit erstellt wird und den Vorteil bietet, dass Du Dich an ihrem Aufbau entlang hangeln kannst, gibt das Exposé Dir diesen Spielraum nicht, denn das Exposé schreiben geschieht vor dem Schreiben der eigentlichen Arbeit.

Wozu schreibst Du ein Exposé?

Das Exposé stellt eine Planungsskizze für Deine Arbeit dar. Hiermit zeigst Du Deinem Betreuer, dass Du Dich mit der Thematik auseinandergesetzt hast, dass Du weißt, wo es hingehen soll und dass Du Dir Gedanken darüber gemacht hast, wie Du dorthin kommst. Obwohl es schwierig ist, diese Dinge im Vorfeld zu entscheiden, bietet es nicht nur Deinem Betreuer, sondern auch Dir Vorteile: Beim Erstellen des Exposés zeigt sich deutlich, ob Dein Projekt in dieser Form umsetzbar ist oder nicht. Du wirst feststellen, mit welcher Methodik sich Deine Forschungsfrage beantworten lässt, kannst den Aufwand einschätzen und erhältst einen ersten Einblick in die Literaturlage: Gibt es überhaupt Literatur zu Deinem Thema? Wirst Du eigene Daten erheben müssen? Ist die Forschungsfrage zu bearbeiten oder solltest Du den Fokus erweitern bzw. verkleinern?

Was enthält ein Exposé? Was musst Du beim Exposé schreiben beachten?

Die Länge und der Aufbau des Exposés richten sich zum einen nach der Länge und dem Aufbau Deiner Arbeit, zum anderen aber auch nach den Wünschen Deines Professors. Es kann hierbei einen Umfang von 2-3 Seiten haben (dies wäre bspw. für eine Bachelorarbeit angemessen), kann 4-5 Seiten lang sein (dies gilt häufig für Masterarbeiten) oder es kann ein Langexposé gefordert sein, das 10-20 Seiten lang ist, mehr einer eigenen Hausarbeit gleicht und für große Projekte wie Dissertationen zur Anwendung kommt. Die Inhalte unterscheiden sich hierbei jedoch kaum:
 
1. Du musst wissen, was Du untersuchen möchtest
Dieser Punkt wird meistens in der Einleitung abgehandelt und hat den Vorteil, dass Du alles, was Du hier im Exposé schreibst, im besten Fall direkt in Deine Arbeit übernehmen kannst. Dabei zeigt die Einleitung zum einen die Thematik auf (Worüber schreibst Du?), zum anderen die Forschungsfrage (Was möchtest Du untersuchen?) und zugleich auch die Relevanz (Wieso möchtest Du es untersuchen?), die Du über ein Aufzeigen des Forschungsstandes darstellen kannst (Womit beschäftigen andere Forscher in diesem Bereich sich?).
 
2. Du musst wissen, wie Du zum Ziel kommst
Anhand Deiner Forschungsfrage ergibt sich häufig schon, wie Du vorgehen musst: qualitativ oder quantitativ? Wenn Du bspw. nach Befindlichkeiten fragst, also danach, wie Kunden auf bestimmte Werbemaßnahmen reagieren, bietet es sich an, diese Frage quantitativ zu beantworten. Wenn Du danach fragst, wie Banken auf Digitalisierung reagieren, würden sich Experteninterviews zur Untersuchung eignen. Überlegst Du hingegen, die Entwicklung eines Untersuchungsgegenstandes aufzuzeigen, fährst Du mit einer reinen Literaturarbeit gut.
So oder so: Anhand Deiner Entscheidung für oder gegen eine Forschungsfrage und damit für oder gegen einen Untersuchungsgegenstand ergibt sich die Antwort darauf, ob Du ein Kapitel zur Methodik benötigst, ob Du Hypothesen aufstellst und wie Du generell vorgehst.
 
3. Du musst wissen, wann Du was machst
Das Exposé sollte deutlich aufzeigen, wann Du jeweils welche Schritte unternimmst. Hierfür eignet sich ein Zeitstrahl, der angibt, wann Du bspw. mit einer Befragung beginnst, wie lange Du ihr Zeit gibst, um eine möglichst hohe Rücklaufquote und damit signifikante Ergebnisse zu erzielen, und wann Du planst, Dein Projekt abzuschließen.
 
4. Du musst wissen, wie die Literaturlage aussieht
Sofern Du keine eigenen Daten erhebst, ist es wichtig, sich ein Bild der Literaturlage zu machen: Gibt es bereits Veröffentlichungen zu Deinem Thema? Wurde diese Fragestellung schon einmal behandelt bzw. so oder so ähnlich angerissen? Gibt es Experten, auf die Du Dich berufen kannst?
Je geringer die vorhandene Literatur ist, desto schwieriger wird es sein, die Arbeit ohne die Erhebung eigener Daten zu schreiben. Solltest Du also merken, dass kaum Literatur vorhanden ist, bietet es sich an, das Thema zu verändern bzw. einen anderen Schwerpunkt zu setzen, die Perspektive zu erweitern etc.

Exposé Checkliste

Um sicherzugehen, dass Dein Exposé alles enthält, was es enthalten sollte, bietet sich die folgende Checkliste an:

  • Arbeitstitel und Forschungsfrage
  • Problemstellung bzw. Relevanz der Forschungsfrage
  • Ziel der Arbeit
  • Ggf. Hypothesen und Methodik
  • Vorläufige Literaturliste