Berufsbegleitende Promotion: Doctor of Philosophy (Ph.D.) und
Doctor of Business Administration (DBA)

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Die Frage, welcher akademische Grad am internationalen Markt die besten Karrierechancen bietet, stellt auch im europäischen Raum vor die Alternative der zwei etabliertesten Titelformen: den Doctor of Business Administration (DBA) und den Philosophical Doctor (Ph.D.).

Der DBA wurde ursprünglich von der US-amerikanischen Harvard University entwickelt und ist am stärksten an amerikanischen Universitäten verbreitet. Sein Äquivalent im angelsächsischen Raum ist der Doctor of Philosophy. Für beide akademischen Grade bieten Hochschulen mittlerweile speziell zugeschnittene Studienprogramme, um den Doktortitel berufsbegleitend zu erwerben.

Wichtige Gemeinsamkeit: International anerkannte Abschlüsse

Die wichtigste Gemeinsamkeit beider Titel liegt im Qualifikationsgrad: Beide stellen den jeweils höchsten akademischen Grad in der universitären Management-Ausbildung dar. Das sichert trotz durchaus unterschiedlicher Schwerpunkte die internationale Anerkennung dieser Titel. Sowohl das US-Bildungsministerium als auch der angelsächsische Economic and Social Research Council erkennen die Titel DBA und Ph.D. als äquivalente akademische Grade an.

In Deutschland sind die international anerkannten Abschlüsse DBA und Ph.D. auf Beschluss der Kultusministerkonferenz der Promotion an einer deutschen Universität gleichgestellt. Der Titel ist ohne weiteren Zusatz als “Dr.” vor dem Namen zu führen.

DBA und Ph.D.: Weitere Gemeinsamkeiten im Überblick

  • Vereinbarkeit von Beruf und Promotion (Durchführbarkeit als berufsbegleitende Promotion)
  • mehrjährige intensive Einbindung in DBA bzw. Ph.D.-Studienprogrammen
  • gleicher Status, Standing und fachliches Profil
  • Ergebniszusammenführung in Form einer Thesis (üblicherweise in mündlichen Prüfungen abzulegen)
  • Berechtigung zum Führen des Doktortitels mit hoher Titelreputation

Unterschiedliche Ziele

Sollte der Doktortitel in Europa besser in einem nebenberuflichen Ph.D.- oder DBA-Promotionsprogramm umgesetzt werden? Ausschlaggebend hierfür sind vor allem die perspektivischen, mit dem Erwerb des Doktortitels verbundenen Zielstellungen.

Grundsätzlich empfiehlt sich der DBA, wenn bereits eine mehrjährige Berufserfahrung vorliegt und als grundsätzliche Berufsperspektive die Karriere in der Wirtschaft bzw. Industrie angestrebt wird. Entsprechend fokussieren die DBA-Promotionsprogramme auf anwendungsorientierte Forschung und befähigen zu einem vertieften theoretischen Verständnis von Prozessen in der beruflichen bzw. unternehmerischen Praxis.

Beispiel: Sie sind hauptberuflich Marketing-Manager und möchten vertiefte Kenntnisse darüber erlangen, welche Zusammenhänge zwischen Online-Marketing und Kaufverhalten bestehen und wie diese Einflüsse durch ein effektives Change Management optimiert werden können.

Der Ph.D. ist empfehlenswert für diejenigen Hochschulabsolventen, die mit dem Doktortitel die akademische Laufbahn einschlagen wollen. Kernziel der wissenschaftlichen Vertiefung im Rahmen der Ph.D.-Promotionsprogramme ist das theoretische Verständnis von Theorien des unternehmerischen Management. Der Fokus liegt in der theoretischen Ausarbeitung und Validierung von Forschungsmodellen.

Beispiel: Sie beabsichtigen, aktuelle Ansätze der internationalen Management-Theorie zu einem Portfolio zusammenzuführen, um hieraus ein Forschungsprojekt in einem Hochschul-Kooperationsverbund zu entwickeln.

Unterschiedliche Vorteile

Der Effekt eines DBA-Promotionsstudiums liegt darin, ein breites und wissenschaftlich Know-how zu erwerben, mit dem sich beispielsweise Betriebsabläufe im eigenen Unternehmen auf der Management-Ebene professionalisieren lassen. Das DBA-Programm ermöglicht, zu einer strategischen Frage im Unternehmen zu forschen bzw. sich in einem Unternehmen inhaltlich zu profilieren.

Im Rahmen eines Ph.D.-Promotionsstudiums kann der Erwerb eines breiten Theorieverständnisses von Change-Management-Modellen dazu befähigen, an einem geeigneten Lehrstuhl speziell dieses Thema als Forschungs- und Vorlesungsschwerpunkt zu etablieren, beispielsweise an einer ausländischen Universität.

Unterschiedliche Voraussetzungen und Anforderungen

Der DBA als höchste Stufe der akademischen Managementausbildung liegt mittlerweile auch in Europa stark im Trend. Das DBA-Studium ermöglicht Forschungsinteressierten ein strukturiertes und zugleich flexibles Promotionsprogramm ohne berufliche Einschränkungen. Das Durchschnittsalter renommierter DBA-Promotionsprogramme in Deutschland liegt bei 45 Jahren. Der DBA schließt als Berufsdoktorat sowohl unterrichtete Module als auch praxisnahe Forschungstätigkeit ein.

Der Ph.D. ist in Deutschland ein traditionelles Promotionsprogramm, das häufig von eher jüngeren Nachwuchswissenschaftlern wahrgenommen wird. Diese Form der Teilzeitpromotion ist an ein forschungsbasiertes Doktorprogramm (Forschungsdoktorat) geknüpft, das ohne Lehrverpflichtung realisiert wird. Im Unterschied zu den DBA-Programmen sind die Teilnehmer in der Regel noch ohne außeruniversitäre berufliche Erfahrung und entsprechend jünger.

Unterschiedliches  Vorbereitungsprogramm und Forschungsgegenstände in der Dissertation

Für den Erwerb des DBA wird gefordert, ein Problem aus der Praxis theoretisch aufzubereiten und Lösungsansätze für wissenschaftliche oder berufliche Anwendungskontexte zu entwickeln.

Voraussetzung für die Dissertation ist ein erfolgreich absolviertes zweijähriges Studienprogramm, bestehend aus mehreren Präsenzmodulen. Im Anschluss ist ein Exposee für die Dissertation einzureichen, zu dem in der Regel die Hochschule den passenden Doktorvater aussucht. Der DBA-Student wird von einem Supervisor beim Anfertigen seiner Pilotstudie begleitet, nach erfolgreichem Abschluss aller Module erfolgt eine mündliche Verteidigung seiner Forschungsarbeit (mündlich).

Für den Erwerb des Ph.D. ist erforderlich, mit der Thesis eine Forschungslücke zu schließen bzw. einen theoretisch gültigen alternativen Ansatz in der scientific community zu etablieren.

Die Mindeststudienzeit beim Ph.D. beträgt in der Regel vier Jahre. Voraussetzung für die Dissertation ist ein erfolgreich absolviertes mindestens zweijähriges Studienprogramm, bestehend aus mehreren Präsenzmodulen. Die Dissertation wird als Ph.D.-Thesis eingereicht. Nach erfolgreichem Abschluss aller Module erfolgt eine mündliche Verteidigung der Forschungsarbeit (mündlich).

 

Vorausgesetzte Abschlüsse

DBA

Obligatorisch: erster Hochschulabschluss mit mindestens Mastergrad-Niveau „gut“ (MBA, MSc); Managementerfahrung (mehrjährig); Nachweis in englischer Sprache (C1-Level)

Fakultativ: Wissenschaftliche Tätigkeit (z. B. Publikationen)

Ph.D.

Obligatorisch: erster Hochschulabschluss mit mindestens Mastergrad-Niveau „gut“ (MBA, MSc); Nachweis in englischer Sprache (C1-Level)

Fakultativ: Wissenschaftliche Tätigkeit (z. B. Publikationen)

Dauer und Kosten

Das DBA-Promotionsstudium hat die vergleichsweise höchsten Studiengebühren. Besteht die Kooperation mit einer ausländischen Elite-Universität, können Spitzenwerte erreicht werden, die bei um die 50.000 Euro liegen (z. B. Bradford-DBA mit ca. 39.000 Pfund). Das in der Regel vierjährige Studium bietet ein strukturiertes Programm mit umfangreicher und betreuungsintensiver Unterstützung.

Das Ph.D.-Studium wird in der Regel an Privat-Unis absolviert. Hier sind gestaffelte Kosten abhängig davon, wie renommiert der ausländische Kooperationspartner ist. (Beispiel IHP: 1. Jahr 11.500 GBP/ 2. Jahr 6.000 GBP / 3. Jahr 6.000 GBP/ 4. Jahr ff. 2.750 GBP; Beispiel FHM: 1. Jahr 9.750 GBP/ 2. Jahr 4.750 GBP/ 3. Jahr 4.750 GBP/ 4. Jahr ff. 2.750 GBP).