(Head of Marketing)
12.07.2024
Anna Milena von Gersdorff leitet als Online-Marketing Expertin den GWriters Blog sowie alle Veröffentlichungen, Ănderungen und Sonderaktionen auf unserer Webseite. DarĂŒber hinaus ist Sie fĂŒr gesamte Ăffentlichkeitsarbeit und die Kommunikation mit unseren Medienpartnern zustĂ€ndig.
Lange Zeit wurden bei der Entwicklung erfolgreicher Unternehmensstrategien ausschlieĂlich finanzielle Kennzahlen betrachtet. Dies fĂŒhrte oft dazu, dass die eigentlichen Ursachen fĂŒr Erfolg oder Misserfolg unbeachtet blieben.
Bereits in den 90er Jahren entwickelten die Wirtschaftswissenschaftler Robert Kaplan und David Norton die Balanced Scorecard (BSC), um dieses Dilemma zu lösen. Die BSC ist ein flexibles Konzept, das mehr als nur ein Kennzahlensystem ist. Ihr Ziel ist es, Unternehmen einen Rahmen zu bieten, um bestimmte Visionen und Unternehmensstrategien zu erreichen.
Heute wird die BSC in der Praxis als Strategieleitfaden fĂŒr die Unternehmensentwicklung eingesetzt. Ein Beispiel ist die Optimierung von Lagerungs- und Lieferkettenprozessen in der Logistik. Auch in der wissenschaftlichen Theorie wird die BSC zur Bewertung des Unternehmenserfolgs genutzt. Beispielsweise kann sie Bankprozesse im Hinblick auf ihr Konkurrenzverhalten analysieren oder Dienstleistungsunternehmen hinsichtlich ihrer LeistungsqualitĂ€t und Kundenzufriedenheit bewerten.
Verbesserte strategische Ausrichtung: Die Balanced Scorecard hilft Unternehmen, ihre Vision und Strategie klar zu definieren und diese in messbare Ziele und Initiativen umzusetzen. Dabei kommen verschiedene MessgröĂen zum Einsatz, wie etwa Umsatzwachstum, Kundenzufriedenheit, Prozessoptimierung und Mitarbeiterentwicklung.
Erhöhte Kommunikation und Zusammenarbeit: Die Balanced Scorecard fördert die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen im Unternehmen.
Verbesserte Entscheidungsfindung: Die Balanced Scorecard liefert Unternehmen die Informationen, die sie benötigen, um fundierte Entscheidungen ĂŒber die Ressourcenallokation zu treffen.
Verbesserte Leistung: Die Balanced Scorecard kann Unternehmen dabei helfen, ihre Leistung in allen vier Dimensionen zu verbessern.
Die Balanced Scorecard (BSC) ist ein strategisches Planungs- und Managementwerkzeug, mit dem Unternehmen ihre Vision und Strategie in messbare Ziele und Initiativen ĂŒbersetzen können. Bis heute bilden vor allem die vier Perspektiven nach Kaplan und Norton die Hauptbestandteile eines ausgewogenen Berichtsbogens. Sie dienen dazu, die Vision eines Unternehmens durch eine ausgewogene Betrachtung verschiedener Einflussfaktoren und Prozessebenen zu visualisieren und zu realisieren. Dabei bedingen sich die vier Perspektiven gegenseitig und umfassen:
Perspektive | Beschreibung |
|---|---|
Finanzperspektive | In vielen Forschungsarbeiten ist die Finanzperspektive die wichtigste der vier Dimensionen. Erst wenn die zuvor definierten Ziele umgesetzt wurden, kann ein Unternehmen langfristig erfolgreich sein. Der finanzielle Fokus liegt darin, Gewinne zu verbessern, indem Einnahmen erhöht und Kosten gesenkt werden. |
Kundenperspektive | In der Kundenperspektive der BSC stehen die Kunden- und Marktsegmente im Mittelpunkt, die durch die VerÀnderungen im Unternehmen angesprochen werden sollen. Dabei geht es nicht nur um Endverbraucher, sondern auch um Unternehmenspartner. |
Prozessperspektive | Die Prozessperspektive hinterfragt, wie interne GeschĂ€ftsprozesse verĂ€ndert werden mĂŒssen, um den finanziellen und kundenorientierten Zielen gerecht zu werden. Es kann zwischen der Optimierung bestehender Prozesse und der Implementierung neuer Prozesse unterschieden werden. |
Lern- und Entwicklungsperspektive | Die Lern- und Entwicklungsperspektive zielt darauf ab, das Unternehmen langfristig dazu zu befÀhigen, seine Potenziale zu nutzen. Ein lernendes und sich entwickelndes Umfeld ist notwendig, um das Unternehmenswachstum zu fördern. Besonders relevant ist die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern, da sie ein besonderes Potenzial des Unternehmens darstellen. Hier geht es um die FÀhigkeiten, Motivation und Bereitschaft der Mitarbeiter, zur Verbesserung des Unternehmens beizutragen. |
Besonders in wirtschaftswissenschaftlichen StudiengĂ€ngen wie BWL und VWL ist die Erstellung einer Balanced Scorecard (BSC) von groĂer Relevanz. Die Entwicklung einer BSC folgt einer festen Vorgehensweise, die mit der Definition einer Vision beginnt und mit den MaĂnahmen endet, die notwendig sind, um die erarbeiteten Ziele zu erreichen. Wenn Sie UnterstĂŒtzung bei der Erstellung einer Balanced Scorecard fĂŒr Ihre Bachelorarbeit oder andere wissenschaftliche Arbeiten benötigen, finden Sie bei GWriters die passenden Ansprechpartner. Unsere Autoren können Sie in allen Teilbereichen der Erstellung beraten oder Mustervorlagen zu Ihrem Themenschwerpunkt liefern.
Vision und Strategie sind in der BSC nicht gleichzusetzen. Die Vision ist ein Leitbild, das ein Unternehmen oder eine Organisation wunschgemÀà erreichen möchte. Mit anderen Worten ist die Vision ein Traum, dem das Unternehmen langfristig entsprechen will, ohne die RealitÀt aus den Augen zu verlieren.
Die Strategie hingegen konkretisiert untergeordnete Ziele, die fĂŒr die angestrebte Vision umgesetzt werden sollen. Sie stellt die GrĂŒnde fĂŒr die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens dar und schlĂ€gt passende Lösungen vor.
Nehmen wir an, ein Automobilhersteller möchte eine neue Vision verfolgen, um sein Unternehmen erfolgreicher zu machen. Die Vision könnte darin bestehen, dass das Unternehmen den derzeitigen Kohlenstoffdioxid-AusstoĂ seiner Wagen verringern möchte, um diese als nachhaltigstes Produkt auf dem Markt zu bewerben. So könnte es dem Unternehmen gelingen, in diesem Bereich MarktfĂŒhrer zu werden. Zur Erreichung dieses Ziels setzt sich das Unternehmen weitere strategische Ziele:
Die QualitÀt des Katalysators soll verbessert werden
Es werden neue technische Innovationen mit in die Produktion einbezogen
Eine neue Zielgruppe auf dem Markt soll angesprochen und erreicht werden
Um die erarbeiteten Ziele zu erreichen, muss ein Unternehmen die dahinterstehenden Herausforderungen angehen. Es wird analysiert, weshalb ein Unternehmen die eigene Vision bisher nicht umsetzen konnte. Marktanalysen helfen dabei, die aktuelle Situation des Unternehmens festzustellen und Handlungsoptionen auszuloten.
FĂŒr einen Automobilhersteller ist es wichtig zu hinterfragen, warum das Unternehmen bisher noch nicht den nachhaltigsten Wagen auf dem Markt verkauft. Anders formuliert besteht die primĂ€re Frage in unserem Beispiel darin, was das Unternehmen in der aktuellen Situation explizit daran hindert, das nachhaltigste Auto zu produzieren und zu vermarkten.
Dieser Schritt ist zumeist sehr komplex, da er marktwirtschaftliche und politische Faktoren mit einbindet und verschiedene Kosten-Nutzen-Rechnungen erstellt. Vereinfacht könnte fĂŒr unseren Automobilhersteller angenommen werden, dass eine Verbesserung der Katalysatoren bisher zu kostenintensiv war, neue Technologien den Einsatz nun jedoch rentabel machen. Auch die Entwicklung der Infrastruktur könnte hier eine Rolle spielen. Beispielsweisen könnte die Anzahl der Tankstellen, die das sogenannte âAd blueâ zur Schadstoffverringerung in Diesel-Motoren vertreiben, gewachsen sein.
Die Analyse der Ursache-Wirkungs-Beziehungen und die Festlegung strategischer Ziele sind eng mit der Betrachtung der einzelnen Perspektiven verbunden. Um eine BSC erstellen zu können, ist es wichtig, diese Faktoren gemeinsam zu betrachten. Die Perspektiven können im Verlauf der Unternehmensentwicklung flexibel an neue Herausforderungen angepasst und erweitert werden.
m Folgenden erlÀutern wir die vier wichtigsten Perspektiven:
Perspektiven: | Indikatoren: | |
Finanzperspektive | Ziel: | Steigerung des Wachstums |
Kennzahlen: | Umsatz/Umsatzwachstum | |
Vorgabe: | Umsatzsteigerung von 25 % im kommenden Quartal | |
MaĂnahme: | Neue Marketingstrategien | |
Kundenperspektive | Ziel: | Verbesserung der ProduktqualitÀt |
Kennzahlen: | Anzahl an negativem Feedback | |
Vorgabe: | maximal 8% Beschwerden | |
MaĂnahme: | Reduzierung des SchadstoffausstoĂes durch technische Innovation | |
Prozessperspektive | Ziel: | Verbesserung des Kundensupports durch Social Media Einsatz |
Kennzahlen: | Steigerung der Follower-Zahl | |
Vorgabe: | Steigerung um 25 % im kommenden Quartal | |
MaĂnahme: | Social-Media-Schulung der Mitarbeiter | |
Entwicklungsperspektive | Ziel: | Team- und Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen |
Kennzahlen: | Ergebnisse der Mitarbeiterumfrage | |
Vorgabe: | mindestens 85% der Befragten ist mit der aktuellen TĂ€tigkeit zufrieden | |
MaĂnahme: | Teamevents und unternehmensinterne VergĂŒnstigungen. |
Unsere Ghostwriter sind Experten in ihrem Fachgebiet. Insbesondere können Ihnen im Bereich VWL und BWL Ghostwriter bei Ihrer Forschungsarbeit helfen, um Unternehmensstrategien in wissenschaftlichen Arbeiten zu entwickeln.
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Bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Hausarbeit dienen Balanced Scorecards der Analyse von VerĂ€nderungsprozessen und Wachstumstendenzen. Die Theorie endet in der Regel mit einer Untersuchung der möglichen Ursache-Wirkungsbeziehungen zwischen den einzelnen Perspektiven und befasst sich seltener mit deren Umsetzung. Wir bieten Ihnen hierbei ein umfangreiches Lektorat fĂŒr ihre Balanced Scorecard.
Anders als in der Theorie, kommt der Umsetzung einer Balanced Scorecard in der Praxis jedoch eine gewichtige Rolle zu. Neben einer Vorentwicklungsphase, in der unter anderem festgelegt wird, in welchen Bereichen des Unternehmens eine Balanced Scorecard zum Einsatz kommen kann, gibt es eine reine Entwicklungsphase sowie eine Nach-Entwicklungsphase. WĂ€hrend sich die Entwicklungsphase mit den drei Schritten der Balanced Scorecard-Erstellung befasst, widmet sich die Nach-Entwicklungsphase dem weiterfĂŒhrenden Einsatz dieser.
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