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Studie zeigt: So nutzen Studierende KI im Studium

Anna Milena von Gersdorff

(Head of Marketing)

09.06.2026

Anna Milena von Gersdorff leitet als Online-Marketing Expertin den GWriters Blog sowie alle Veröffentlichungen, Änderungen und Sonderaktionen auf unserer Webseite. Darüber hinaus ist Sie für gesamte Öffentlichkeitsarbeit und die Kommunikation mit unseren Medienpartnern zuständig.

Noch vor wenigen Jahren galt künstliche Intelligenz im Studium als Zukunftsthema. Heute gehört sie für viele Studierende zum Alltag. Ob ChatGPT, DeepL oder andere KI-Tools – immer mehr Studierende nutzen künstliche Intelligenz beim Lernen, Recherchieren und wissenschaftlichen Schreiben.

Eine aktuelle Studierendenbefragung des Schreibzentrums der Goethe-Universität Frankfurt zeigt nun, wie stark sich die Nutzung von KI im Studium innerhalb kurzer Zeit verändert hat. Für die Untersuchung wurden mehr als 4.000 Studierende deutscher Hochschulen befragt. Das Ergebnis: KI wird heute von der überwiegenden Mehrheit der Studierenden genutzt – allerdings nicht unbedingt so, wie viele Lehrende vermuten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Studie im Überblick

  2. ChatGPT ist das meistgenutzte KI-Tool im Studium

  3. Wofür nutzen Studierende KI?

  4. Studierende nutzen KI vor allem zur Unterstützung ihrer eigenen Arbeit

  5. KI hilft beim Verstehen komplexer Inhalte

  6. Die größte Stärke von KI: Sprachliche Unterstützung

  7. Was bedeuten die Ergebnisse für wissenschaftliche Arbeiten?

  8. KI ersetzt keine Literaturrecherche

  9. Die Risiken von KI im Studium

  10. Warum KI-Kompetenz immer wichtiger wird

  11. Fazit: KI verändert das Studium, ersetzt es aber nicht

  12. Häufige Fragen zur Nutzung von KI im Studium

Das Wichtigste in Kürze

Künstliche Intelligenz gehört für viele Studierende inzwischen zum Hochschulalltag. KI-Tools wie ChatGPT werden vor allem zur Themenfindung, Gliederung, sprachlichen Überarbeitung und zum Verständnis komplexer Inhalte genutzt. Die Nutzung ist an vielen Hochschulen grundsätzlich möglich, jedoch sollten Studierende stets die Vorgaben ihrer Hochschule und Lehrveranstaltungen beachten. Trotz der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten kann KI weder eine wissenschaftliche Literaturrecherche noch die eigenständige Erstellung einer Hausarbeit oder Bachelorarbeit vollständig ersetzen. Wissenschaftliches Arbeiten erfordert weiterhin die kritische Bewertung von Quellen, fundierte Fachkenntnisse und eigenständiges Denken. Wer KI sinnvoll einsetzen möchte, sollte sie daher als unterstützendes Werkzeug verstehen und die Ergebnisse stets kritisch prüfen. Welche Anwendungen sich besonders für wissenschaftliche Arbeiten eignen, zeigen wir in unserem Beitrag zur besten KI für die Bachelorarbeit.

Die wichtigsten Fragen zur KI-Literaturrecherche

1. Darf man ChatGPT im Studium nutzen?

Grundsätzlich ist die Nutzung von ChatGPT im Studium nicht verboten. Ob und in welchem Umfang KI-Tools eingesetzt werden dürfen, hängt jedoch von den Vorgaben der jeweiligen Hochschule, des Studiengangs oder einzelner Lehrveranstaltungen ab. Studierende sollten daher immer die geltenden Richtlinien beachten. Unabhängig davon bleibt die Verantwortung für Inhalte, Quellen und wissenschaftliche Aussagen stets bei den Verfassenden selbst.

2. Kann ChatGPT eine Hausarbeit oder Bachelorarbeit schreiben?

ChatGPT kann Texte generieren, Gliederungen erstellen oder Formulierungsvorschläge liefern. Für eine wissenschaftliche Hausarbeit oder Bachelorarbeit reicht dies jedoch nicht aus. Wissenschaftliches Arbeiten erfordert eigenständige Recherche, die kritische Bewertung von Quellen, nachvollziehbare Argumentationen sowie die korrekte Zitierweise. KI kann unterstützen, ersetzt aber nicht die fachliche und wissenschaftliche Eigenleistung.

3. Kann KI eine Literaturrecherche ersetzen?

Nein. KI kann helfen, Themengebiete zu strukturieren, Suchbegriffe zu entwickeln oder einen ersten Überblick über ein Thema zu erhalten. Für wissenschaftliche Arbeiten bleibt die eigenständige Recherche in Fachliteratur, wissenschaftlichen Datenbanken und Journals jedoch unverzichtbar. Nur so lassen sich aktuelle, belastbare und zitierfähige Quellen identifizieren und bewerten.

4. Welche KI-Tools eignen sich für Studierende?

Zu den beliebtesten KI-Tools im Studium gehören ChatGPT für Ideenfindung und Textarbeit, DeepL für Übersetzungen sowie DeepL Write oder Grammarly für sprachliche Überarbeitungen. Je nach Anwendungsbereich können auch spezialisierte KI-Tools für Literaturrecherche, Quellenanalyse oder wissenschaftliches Schreiben sinnvoll sein. Welche Anwendungen sich besonders für Hausarbeiten, Bachelorarbeiten und andere akademische Projekte eignen, zeigen wir ausführlich in unserem Beitrag zur besten KI für die Bachelorarbeit.

Die Studie im Überblick

Für die Untersuchung wurden die Antworten von 4.048 Studierenden ausgewertet. Die Befragten stammten von 74 Hochschulen und Universitäten in Deutschland und repräsentierten unterschiedliche Fachrichtungen sowie Studienphasen.

Im Mittelpunkt der Studie stand die Frage, wie Studierende künstliche Intelligenz tatsächlich beim wissenschaftlichen Schreiben einsetzen. Dabei wurde nicht nur untersucht, ob KI genutzt wird, sondern vor allem für welche konkreten Arbeitsschritte Studierende auf KI-Tools zurückgreifen.

Die Ergebnisse zeigen deutlich: KI wird inzwischen von der Mehrheit der Studierenden genutzt. Gleichzeitig ersetzt sie das wissenschaftliche Arbeiten nicht, sondern unterstützt vor allem einzelne Phasen des Schreib- und Lernprozesses.

ChatGPT ist das meistgenutzte KI-Tool im Studium

Die Studie macht deutlich, dass sich ChatGPT innerhalb kurzer Zeit zum wichtigsten KI-Werkzeug im Hochschulalltag entwickelt hat. Über 80 Prozent der Befragten nutzen ChatGPT für akademische Schreibaufgaben.

Darüber hinaus werden genutzt:

KI-Tool

Nutzung

ChatGPT

80,8 %

Übersetzungstools (DeepL, Google Translate)

49,7 %

Sprachliche Textüberarbeitung (DeepL Write, Grammarly)

30,2 %

Andere KI-Chatbots

25,2 %

Besonders interessant: Nur noch 10,8 % der Studierenden geben an, überhaupt keine KI für akademische Schreibaufgaben einzusetzen. In einer vergleichbaren Befragung aus dem Jahr 2023 lag dieser Wert noch deutlich höher.

Wofür nutzen Studierende KI?

Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende KI vor allem als Unterstützung für einzelne Arbeitsschritte einsetzen.

Zu den häufigsten Anwendungsbereichen gehören:

Einsatzbereich

Anteil

Sprachliche und stilistische Korrektur

66,2 %

Begriffe und Konzepte verstehen

62,1 %

Themenfindung und Forschungsfragen

56,7 %

Entwicklung von Forschungsfragen

56,2 %

Erstellung von Gliederungen

54,7 %

Schreiben von Texten

32,9 %

Lesen wissenschaftlicher Texte

32,6 %

Deutlich seltener wird KI für das vollständige Schreiben wissenschaftlicher Texte genutzt.

Dieses Ergebnis widerspricht einem weit verbreiteten Vorurteil. Viele Lehrende befürchten, Studierende würden KI hauptsächlich einsetzen, um komplette Hausarbeiten oder wissenschaftliche Texte mit ChatGPT erstellen zu lassen. Die Studie zeigt jedoch ein differenzierteres Bild: Die meisten Studierenden nutzen KI vor allem zur Unterstützung ihrer eigenen Arbeit.

KI unterstützt den Schreibprozess, übernimmt ihn aber selten vollständig

Besonders interessant ist die Rolle, die KI im Schreibprozess einnimmt.

Die Studie unterscheidet zwischen verschiedenen Nutzungsformen. Dabei zeigt sich, dass viele Studierende KI nicht als Ersatz für eigenes Denken betrachten, sondern als Gesprächspartner oder Ideengeber nutzen.

Vor allem bei der Entwicklung von Themen, Forschungsfragen und Gliederungen wird KI häufig eingesetzt, um eigene Gedanken weiterzuentwickeln oder neue Perspektiven zu erhalten.

Gerade in frühen Phasen wissenschaftlicher Arbeiten kann dies hilfreich sein. Wer beispielsweise eine Hausarbeit oder Bachelorarbeit plant, steht häufig vor der Herausforderung, ein Thema einzugrenzen oder eine geeignete Forschungsfrage zu formulieren. KI kann hierbei erste Impulse liefern und Denkprozesse anstoßen.

Den eigentlichen wissenschaftlichen Arbeitsprozess müssen Studierende jedoch weiterhin selbst gestalten.

KI hilft beim Verstehen komplexer Inhalte

Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich ist das Verständnis neuer Themen und Fachbegriffe.

Viele Studierende nutzen KI ähnlich wie einen digitalen Tutor. Komplexe Konzepte können vereinfacht erklärt, Zusammenhänge verständlicher dargestellt und Fachbegriffe erläutert werden.

Gerade in der ersten Auseinandersetzung mit einem Thema bietet dies Vorteile. Gleichzeitig bleibt es wichtig, die erhaltenen Informationen kritisch zu prüfen und mit wissenschaftlicher Fachliteratur abzugleichen. KI kann zwar einen schnellen Überblick über ein Themengebiet liefern und komplexe Sachverhalte vereinfacht darstellen, erreicht jedoch häufig nicht die fachliche Tiefe wissenschaftlicher Quellen. Für eine fundierte Auseinandersetzung mit einem Thema sind daher weiterhin Fachliteratur, Studien und wissenschaftliche Publikationen unverzichtbar.

Für wissenschaftliche Arbeiten genügt es nicht, Inhalte zu verstehen. Aussagen müssen nachvollziehbar belegt und auf belastbare Quellen gestützt werden.

Die größte Stärke von KI: Sprachliche Unterstützung

Am häufigsten wird KI für sprachliche und stilistische Korrekturen eingesetzt.

Viele Studierende verwenden KI, um:

  • Grammatikfehler zu korrigieren

  • Rechtschreibung zu überprüfen

  • Formulierungen zu verbessern

  • Texte verständlicher zu gestalten

  • wissenschaftliche Ausdrucksweisen zu optimieren

Dieser Einsatzbereich wird von vielen Studierenden als besonders hilfreich wahrgenommen, da die inhaltliche Verantwortung weiterhin bei ihnen selbst bleibt.

Aus Sicht des wissenschaftlichen Arbeitens ist dies nachvollziehbar. Während fachliche Aussagen überprüft und begründet werden müssen, kann KI bei sprachlichen Optimierungen wertvolle Unterstützung leisten.

Was bedeuten die Ergebnisse für wissenschaftliche Arbeiten?

Die Studie zeigt deutlich, dass KI den wissenschaftlichen Arbeitsprozess verändert. Gleichzeitig wird sichtbar, dass zentrale wissenschaftliche Kompetenzen weiterhin unverzichtbar bleiben.

Auch mit KI müssen Studierende:

  • Forschungsfragen entwickeln

  • Fachliteratur recherchieren

  • Quellen kritisch bewerten

  • wissenschaftlich argumentieren

  • Ergebnisse reflektieren

  • korrekt zitieren

KI kann viele dieser Arbeitsschritte unterstützen, sie jedoch nicht vollständig übernehmen.

Besonders bei wissenschaftlichen Arbeiten besteht die Gefahr, KI-generierte Inhalte ungeprüft zu übernehmen. Fehlerhafte Informationen, ungenaue Aussagen oder erfundene Quellen können die Qualität einer Arbeit erheblich beeinträchtigen.

Deshalb bleibt die Fähigkeit zur kritischen Prüfung von Informationen auch im Zeitalter künstlicher Intelligenz entscheidend.

KI ersetzt keine Literaturrecherche

Ein interessanter Befund der Studie betrifft den Umgang mit wissenschaftlicher Literatur.

Zwar nutzen viele Studierende KI zur Orientierung und zum Verständnis von Forschungstexten, dennoch ersetzt künstliche Intelligenz keine systematische Literaturrecherche.

Für wissenschaftliche Arbeiten bleibt die eigenständige Recherche in wissenschaftlichen Datenbanken und Fachpublikationen unverzichtbar. Nur so lassen sich aktuelle, belastbare und zitierfähige Quellen identifizieren.

KI-Literaturrecherche kann dabei unterstützen, Suchbegriffe zu entwickeln oder Themenfelder zu strukturieren. Die eigentliche Bewertung wissenschaftlicher Literatur bleibt jedoch Aufgabe der Studierenden.

KI kann dabei unterstützen, Suchbegriffe zu entwickeln, Themenfelder zu strukturieren oder wissenschaftliche Literatur schneller zu sichten. Welche KI-Tools sich für Recherche, Themenfindung, Gliederung und wissenschaftliches Schreiben eignen, zeigen wir in unserem Beitrag zur besten KI für die Bachelorarbeit.

Die Risiken von KI im Studium

Neben den Vorteilen zeigt die Studie auch mögliche Herausforderungen.

Viele Studierende berichten von der Sorge, eigene Denk- und Schreibprozesse zu stark an KI auszulagern. Der Titel der Untersuchung bringt diese Ambivalenz auf den Punkt:

„Manchmal muss ich mich aktiv zum selbst Denken motivieren.“

Diese Aussage verdeutlicht eine zentrale Herausforderung moderner KI-Systeme. Je einfacher Informationen verfügbar werden, desto wichtiger wird die bewusste Auseinandersetzung mit Inhalten.

Zu den häufig genannten Risiken gehören:

  • Fehlerhafte Informationen

  • Erfundenen Quellenangaben

  • Oberflächliche Auseinandersetzung mit Themen

  • Abhängigkeit von KI-Systemen

  • Verlust wichtiger Schreib- und Recherchekompetenzen

Diese Herausforderungen zeigen, dass ein reflektierter Umgang mit KI zunehmend zur Schlüsselkompetenz im Studium wird.

Warum KI-Kompetenz immer wichtiger wird

Die Diskussion über KI im Studium geht längst über die reine Nutzung von ChatGPT hinaus.

Zukünftig wird es vor allem darauf ankommen,

  • KI-Ergebnisse kritisch zu bewerten,

  • geeignete Prompts zu formulieren,

  • Quellen zu überprüfen,

  • Informationen einzuordnen und

  • wissenschaftliche Standards einzuhalten.

Damit entwickelt sich KI-Kompetenz zu einer wichtigen Ergänzung klassischer akademischer Fähigkeiten.

Studierende müssen künftig nicht nur wissenschaftlich arbeiten können, sondern auch verstehen, wie sie KI sinnvoll und verantwortungsvoll einsetzen.

Fazit: KI verändert das Studium, ersetzt es aber nicht

Die aktuelle Studierendenbefragung zeigt deutlich, dass künstliche Intelligenz inzwischen fester Bestandteil des Hochschulalltags geworden ist. Studierende nutzen KI vor allem zur Unterstützung von Recherche-, Lern- und Schreibprozessen.

Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass wissenschaftliche Kompetenzen weiterhin unverzichtbar bleiben. Themenfindung, Literaturrecherche, Quellenbewertung, wissenschaftliche Argumentation und kritisches Denken können nicht vollständig an KI delegiert werden.

Wer künstliche Intelligenz sinnvoll nutzt, kann Arbeitsprozesse effizienter gestalten und neue Perspektiven gewinnen. Die Grundlage erfolgreicher wissenschaftlicher Arbeiten bleibt jedoch auch künftig die Fähigkeit, Informationen kritisch zu prüfen, eigenständig zu denken und wissenschaftlich fundierte Entscheidungen zu treffen.

Häufige Fragen zur Nutzung von KI im Studium

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Disclaimer

Der guten Ordnung halber weisen wir Sie darauf hin, dass jegliche von uns erstellten Ausarbeitungen auf der Annahme basieren, dass Sie eine Lösungsskizze für interne Zwecke wünschen. Die weitere Verwendung ist allenfalls zur eigenen gedanklichen Auseinandersetzung gedacht, nicht aber für die Übernahme als eigene Leistungen. 

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