(Head of Marketing)
09.06.2026
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Noch vor wenigen Jahren galt künstliche Intelligenz im Studium als Zukunftsthema. Heute gehört sie für viele Studierende zum Alltag. Ob ChatGPT, DeepL oder andere KI-Tools – immer mehr Studierende nutzen künstliche Intelligenz beim Lernen, Recherchieren und wissenschaftlichen Schreiben.
Eine aktuelle Studierendenbefragung des Schreibzentrums der Goethe-Universität Frankfurt zeigt nun, wie stark sich die Nutzung von KI im Studium innerhalb kurzer Zeit verändert hat. Für die Untersuchung wurden mehr als 4.000 Studierende deutscher Hochschulen befragt. Das Ergebnis: KI wird heute von der überwiegenden Mehrheit der Studierenden genutzt – allerdings nicht unbedingt so, wie viele Lehrende vermuten.
Grundsätzlich ist die Nutzung von ChatGPT im Studium nicht verboten. Ob und in welchem Umfang KI-Tools eingesetzt werden dürfen, hängt jedoch von den Vorgaben der jeweiligen Hochschule, des Studiengangs oder einzelner Lehrveranstaltungen ab. Studierende sollten daher immer die geltenden Richtlinien beachten. Unabhängig davon bleibt die Verantwortung für Inhalte, Quellen und wissenschaftliche Aussagen stets bei den Verfassenden selbst.
ChatGPT kann Texte generieren, Gliederungen erstellen oder Formulierungsvorschläge liefern. Für eine wissenschaftliche Hausarbeit oder Bachelorarbeit reicht dies jedoch nicht aus. Wissenschaftliches Arbeiten erfordert eigenständige Recherche, die kritische Bewertung von Quellen, nachvollziehbare Argumentationen sowie die korrekte Zitierweise. KI kann unterstützen, ersetzt aber nicht die fachliche und wissenschaftliche Eigenleistung.
Nein. KI kann helfen, Themengebiete zu strukturieren, Suchbegriffe zu entwickeln oder einen ersten Überblick über ein Thema zu erhalten. Für wissenschaftliche Arbeiten bleibt die eigenständige Recherche in Fachliteratur, wissenschaftlichen Datenbanken und Journals jedoch unverzichtbar. Nur so lassen sich aktuelle, belastbare und zitierfähige Quellen identifizieren und bewerten.
Zu den beliebtesten KI-Tools im Studium gehören ChatGPT für Ideenfindung und Textarbeit, DeepL für Übersetzungen sowie DeepL Write oder Grammarly für sprachliche Überarbeitungen. Je nach Anwendungsbereich können auch spezialisierte KI-Tools für Literaturrecherche, Quellenanalyse oder wissenschaftliches Schreiben sinnvoll sein. Welche Anwendungen sich besonders für Hausarbeiten, Bachelorarbeiten und andere akademische Projekte eignen, zeigen wir ausführlich in unserem Beitrag zur besten KI für die Bachelorarbeit.
Für die Untersuchung wurden die Antworten von 4.048 Studierenden ausgewertet. Die Befragten stammten von 74 Hochschulen und Universitäten in Deutschland und repräsentierten unterschiedliche Fachrichtungen sowie Studienphasen.
Im Mittelpunkt der Studie stand die Frage, wie Studierende künstliche Intelligenz tatsächlich beim wissenschaftlichen Schreiben einsetzen. Dabei wurde nicht nur untersucht, ob KI genutzt wird, sondern vor allem für welche konkreten Arbeitsschritte Studierende auf KI-Tools zurückgreifen.
Die Ergebnisse zeigen deutlich: KI wird inzwischen von der Mehrheit der Studierenden genutzt. Gleichzeitig ersetzt sie das wissenschaftliche Arbeiten nicht, sondern unterstützt vor allem einzelne Phasen des Schreib- und Lernprozesses.
Die Studie macht deutlich, dass sich ChatGPT innerhalb kurzer Zeit zum wichtigsten KI-Werkzeug im Hochschulalltag entwickelt hat. Über 80 Prozent der Befragten nutzen ChatGPT für akademische Schreibaufgaben.
Darüber hinaus werden genutzt:
KI-Tool | Nutzung |
|---|---|
80,8 % | |
Übersetzungstools (DeepL, Google Translate) | 49,7 % |
Sprachliche Textüberarbeitung (DeepL Write, Grammarly) | 30,2 % |
Andere KI-Chatbots | 25,2 % |
Besonders interessant: Nur noch 10,8 % der Studierenden geben an, überhaupt keine KI für akademische Schreibaufgaben einzusetzen. In einer vergleichbaren Befragung aus dem Jahr 2023 lag dieser Wert noch deutlich höher.
Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende KI vor allem als Unterstützung für einzelne Arbeitsschritte einsetzen.
Zu den häufigsten Anwendungsbereichen gehören:
Einsatzbereich | Anteil |
|---|---|
Sprachliche und stilistische Korrektur | 66,2 % |
Begriffe und Konzepte verstehen | 62,1 % |
Themenfindung und Forschungsfragen | 56,7 % |
56,2 % | |
54,7 % | |
Schreiben von Texten | 32,9 % |
Lesen wissenschaftlicher Texte | 32,6 % |
Deutlich seltener wird KI für das vollständige Schreiben wissenschaftlicher Texte genutzt.
Dieses Ergebnis widerspricht einem weit verbreiteten Vorurteil. Viele Lehrende befürchten, Studierende würden KI hauptsächlich einsetzen, um komplette Hausarbeiten oder wissenschaftliche Texte mit ChatGPT erstellen zu lassen. Die Studie zeigt jedoch ein differenzierteres Bild: Die meisten Studierenden nutzen KI vor allem zur Unterstützung ihrer eigenen Arbeit.
Besonders interessant ist die Rolle, die KI im Schreibprozess einnimmt.
Die Studie unterscheidet zwischen verschiedenen Nutzungsformen. Dabei zeigt sich, dass viele Studierende KI nicht als Ersatz für eigenes Denken betrachten, sondern als Gesprächspartner oder Ideengeber nutzen.
Vor allem bei der Entwicklung von Themen, Forschungsfragen und Gliederungen wird KI häufig eingesetzt, um eigene Gedanken weiterzuentwickeln oder neue Perspektiven zu erhalten.
Gerade in frühen Phasen wissenschaftlicher Arbeiten kann dies hilfreich sein. Wer beispielsweise eine Hausarbeit oder Bachelorarbeit plant, steht häufig vor der Herausforderung, ein Thema einzugrenzen oder eine geeignete Forschungsfrage zu formulieren. KI kann hierbei erste Impulse liefern und Denkprozesse anstoßen.
Den eigentlichen wissenschaftlichen Arbeitsprozess müssen Studierende jedoch weiterhin selbst gestalten.
Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich ist das Verständnis neuer Themen und Fachbegriffe.
Viele Studierende nutzen KI ähnlich wie einen digitalen Tutor. Komplexe Konzepte können vereinfacht erklärt, Zusammenhänge verständlicher dargestellt und Fachbegriffe erläutert werden.
Gerade in der ersten Auseinandersetzung mit einem Thema bietet dies Vorteile. Gleichzeitig bleibt es wichtig, die erhaltenen Informationen kritisch zu prüfen und mit wissenschaftlicher Fachliteratur abzugleichen. KI kann zwar einen schnellen Überblick über ein Themengebiet liefern und komplexe Sachverhalte vereinfacht darstellen, erreicht jedoch häufig nicht die fachliche Tiefe wissenschaftlicher Quellen. Für eine fundierte Auseinandersetzung mit einem Thema sind daher weiterhin Fachliteratur, Studien und wissenschaftliche Publikationen unverzichtbar.
Für wissenschaftliche Arbeiten genügt es nicht, Inhalte zu verstehen. Aussagen müssen nachvollziehbar belegt und auf belastbare Quellen gestützt werden.
Am häufigsten wird KI für sprachliche und stilistische Korrekturen eingesetzt.
Viele Studierende verwenden KI, um:
Grammatikfehler zu korrigieren
Rechtschreibung zu überprüfen
Formulierungen zu verbessern
Texte verständlicher zu gestalten
wissenschaftliche Ausdrucksweisen zu optimieren
Dieser Einsatzbereich wird von vielen Studierenden als besonders hilfreich wahrgenommen, da die inhaltliche Verantwortung weiterhin bei ihnen selbst bleibt.
Aus Sicht des wissenschaftlichen Arbeitens ist dies nachvollziehbar. Während fachliche Aussagen überprüft und begründet werden müssen, kann KI bei sprachlichen Optimierungen wertvolle Unterstützung leisten.
Die Studie zeigt deutlich, dass KI den wissenschaftlichen Arbeitsprozess verändert. Gleichzeitig wird sichtbar, dass zentrale wissenschaftliche Kompetenzen weiterhin unverzichtbar bleiben.
Auch mit KI müssen Studierende:
Forschungsfragen entwickeln
Fachliteratur recherchieren
Quellen kritisch bewerten
wissenschaftlich argumentieren
Ergebnisse reflektieren
korrekt zitieren
KI kann viele dieser Arbeitsschritte unterstützen, sie jedoch nicht vollständig übernehmen.
Besonders bei wissenschaftlichen Arbeiten besteht die Gefahr, KI-generierte Inhalte ungeprüft zu übernehmen. Fehlerhafte Informationen, ungenaue Aussagen oder erfundene Quellen können die Qualität einer Arbeit erheblich beeinträchtigen.
Deshalb bleibt die Fähigkeit zur kritischen Prüfung von Informationen auch im Zeitalter künstlicher Intelligenz entscheidend.
Ein interessanter Befund der Studie betrifft den Umgang mit wissenschaftlicher Literatur.
Zwar nutzen viele Studierende KI zur Orientierung und zum Verständnis von Forschungstexten, dennoch ersetzt künstliche Intelligenz keine systematische Literaturrecherche.
Für wissenschaftliche Arbeiten bleibt die eigenständige Recherche in wissenschaftlichen Datenbanken und Fachpublikationen unverzichtbar. Nur so lassen sich aktuelle, belastbare und zitierfähige Quellen identifizieren.
KI-Literaturrecherche kann dabei unterstützen, Suchbegriffe zu entwickeln oder Themenfelder zu strukturieren. Die eigentliche Bewertung wissenschaftlicher Literatur bleibt jedoch Aufgabe der Studierenden.
KI kann dabei unterstützen, Suchbegriffe zu entwickeln, Themenfelder zu strukturieren oder wissenschaftliche Literatur schneller zu sichten. Welche KI-Tools sich für Recherche, Themenfindung, Gliederung und wissenschaftliches Schreiben eignen, zeigen wir in unserem Beitrag zur besten KI für die Bachelorarbeit.
Neben den Vorteilen zeigt die Studie auch mögliche Herausforderungen.
Viele Studierende berichten von der Sorge, eigene Denk- und Schreibprozesse zu stark an KI auszulagern. Der Titel der Untersuchung bringt diese Ambivalenz auf den Punkt:
„Manchmal muss ich mich aktiv zum selbst Denken motivieren.“
Diese Aussage verdeutlicht eine zentrale Herausforderung moderner KI-Systeme. Je einfacher Informationen verfügbar werden, desto wichtiger wird die bewusste Auseinandersetzung mit Inhalten.
Zu den häufig genannten Risiken gehören:
Fehlerhafte Informationen
Oberflächliche Auseinandersetzung mit Themen
Abhängigkeit von KI-Systemen
Verlust wichtiger Schreib- und Recherchekompetenzen
Diese Herausforderungen zeigen, dass ein reflektierter Umgang mit KI zunehmend zur Schlüsselkompetenz im Studium wird.
Die Diskussion über KI im Studium geht längst über die reine Nutzung von ChatGPT hinaus.
Zukünftig wird es vor allem darauf ankommen,
KI-Ergebnisse kritisch zu bewerten,
geeignete Prompts zu formulieren,
Quellen zu überprüfen,
Informationen einzuordnen und
wissenschaftliche Standards einzuhalten.
Damit entwickelt sich KI-Kompetenz zu einer wichtigen Ergänzung klassischer akademischer Fähigkeiten.
Studierende müssen künftig nicht nur wissenschaftlich arbeiten können, sondern auch verstehen, wie sie KI sinnvoll und verantwortungsvoll einsetzen.
Die aktuelle Studierendenbefragung zeigt deutlich, dass künstliche Intelligenz inzwischen fester Bestandteil des Hochschulalltags geworden ist. Studierende nutzen KI vor allem zur Unterstützung von Recherche-, Lern- und Schreibprozessen.
Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass wissenschaftliche Kompetenzen weiterhin unverzichtbar bleiben. Themenfindung, Literaturrecherche, Quellenbewertung, wissenschaftliche Argumentation und kritisches Denken können nicht vollständig an KI delegiert werden.
Wer künstliche Intelligenz sinnvoll nutzt, kann Arbeitsprozesse effizienter gestalten und neue Perspektiven gewinnen. Die Grundlage erfolgreicher wissenschaftlicher Arbeiten bleibt jedoch auch künftig die Fähigkeit, Informationen kritisch zu prüfen, eigenständig zu denken und wissenschaftlich fundierte Entscheidungen zu treffen.
Die Studierendenbefragung 2025 der Goethe-Universität Frankfurt zeigt, dass KI im Studium weit verbreitet ist. Für Schreibaufgaben nutzen 80,8 % der Befragten ChatGPT. Lediglich 10,8 % der Studierenden gaben an, keine KI-Anwendungen für akademische Schreibaufgaben zu verwenden. Damit ist künstliche Intelligenz für viele Studierende inzwischen fester Bestandteil des Hochschulalltags.
Für die wissenschaftliche Literaturrecherche werden häufig Elicit, Semantic Scholar, Consensus, ResearchRabbit, Connected Papers und scite.ai genutzt. Jedes Tool besitzt unterschiedliche Stärken, etwa bei der Quellensuche, der Analyse von Studien oder der Visualisierung wissenschaftlicher Netzwerke.
Am häufigsten wird KI zur sprachlichen und stilistischen Überarbeitung von Texten (66,2 %), zum Verständnis von Begriffen und Konzepten (62,1 %), zur Themenfindung und Entwicklung von Fragestellungen (56,7 %), zum Einstieg in neue Themen (56,2 %) sowie zur Erstellung von Gliederungen (54,7 %) eingesetzt. Deutlich seltener nutzen Studierende KI zum Schreiben kompletter Texte oder zur Auswertung wissenschaftlicher Literatur.
Die Studie untersucht die tatsächliche Nutzung von KI, trifft jedoch keine Aussage darüber, welche Regeln an einzelnen Hochschulen gelten. Grundsätzlich sollten Studierende die Vorgaben ihrer Hochschule, ihres Studiengangs und ihrer Lehrveranstaltungen beachten. Unabhängig davon bleibt die Verantwortung für Inhalte, Quellen und wissenschaftliche Aussagen immer bei den Studierenden selbst.
KI kann dabei helfen, Suchbegriffe zu entwickeln, wissenschaftliche Studien zu identifizieren, Abstracts zusammenzufassen, Literaturzusammenhänge zu visualisieren und erste Einblicke in ein Forschungsgebiet zu gewinnen. Dadurch lässt sich der Rechercheaufwand häufig reduzieren.
Nein. Die Studie zeigt zwar, dass Studierende KI häufig nutzen, um sich einen Überblick über Themen zu verschaffen oder Forschungstexte zusammenzufassen. Gleichzeitig bleibt die eigenständige Recherche und Bewertung wissenschaftlicher Literatur unverzichtbar. Nur wissenschaftliche Datenbanken und Fachpublikationen liefern belastbare, zitierfähige Quellen für akademische Arbeiten.
Die Ergebnisse zeigen, dass viele Studierende KI zur Ideenfindung, Themenentwicklung, Gliederung, sprachlichen Überarbeitung und zum Verständnis komplexer Inhalte einsetzen. KI kann dabei helfen, schneller in neue Themen einzusteigen, Informationen zu strukturieren und Schreibprozesse effizienter zu gestalten.
Die Studie verweist darauf, dass Studierende selbst mögliche Nachteile wahrnehmen. Dazu gehören die Gefahr, Denkprozesse zu stark an KI auszulagern, Inhalte unkritisch zu übernehmen oder sich weniger intensiv mit Fachliteratur auseinanderzusetzen. Der Titel der Studie basiert auf der Aussage eines Studierenden: „Manchmal muss ich mich aktiv zum selbst denken motivieren.“
Mit Abstand am häufigsten wird ChatGPT genutzt (80,8 %). Danach folgen KI-Übersetzungstools wie DeepL oder Google Translate (49,7 %), Anwendungen zur sprachlichen Textüberarbeitung wie DeepL Write oder Grammarly (30,2 %) sowie andere KI-Chatbots (25,2 %).
Die Studie zeigt, dass dies nicht die häufigste Nutzungsform ist. Viele Studierende setzen KI eher unterstützend ein – beispielsweise für Themenfindung, Gliederungen, Formulierungsvorschläge oder sprachliche Überarbeitungen. Das vollständige Generieren wissenschaftlicher Texte spielt eine deutlich geringere Rolle als häufig angenommen wird.
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09.06.2026
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