Laptop mit beschrifteten Haftnotizen auf einem Schreibtisch, darüber „Lernportfolio: Aufbau, Beispiele & PDF-Arbeitshilfe

Lernportfolio im Studium: Den eigenen Lernfortschritt sichtbar machen

Anna Milena von Gersdorff

(Head of Marketing)

18.10.2026

Anna Milena von Gersdorff leitet als Online-Marketing Expertin den GWriters Blog sowie alle Veröffentlichungen, Änderungen und Sonderaktionen auf unserer Webseite. Darüber hinaus ist Sie für gesamte Öffentlichkeitsarbeit und die Kommunikation mit unseren Medienpartnern zuständig.

Am Ende eines Semesters wissen Sie oft, welche Themen behandelt wurden. Schwieriger ist die Frage, was Sie inzwischen selbst besser können. Genau hier setzt ein Lernportfolio an: Sie wählen Arbeitsproben aus, erläutern deren Bedeutung und prüfen, wie sich Ihr Wissen und Ihre Vorgehensweise verändert haben.

Eine Sammlung von Mitschriften reicht dafür nicht aus. Ein gutes Lernportfolio zeigt den Weg zwischen Ausgangspunkt und aktuellem Stand. Wir erklären Ihnen den Aufbau, zeigen mehrere Beispiele und geben Ihnen eine kompakte PDF-Mustervorlage für Ihre eigene Planung an die Hand.

„
Lernfortschritt dokumentieren

Das Wichtigste in Kürze

Ein Lernportfolio zeigt, wie sich Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten entwickeln. Dafür verbinden Sie ausgewählte Arbeitsproben mit einer begründeten Reflexion Ihres Lernprozesses.

  1. Lernziele konkret formulieren: Beschreiben Sie, welche Fähigkeiten Sie entwickeln möchten und woran Sie Ihren Fortschritt erkennen können.
  2. Arbeitsproben gezielt auswählen: Entwürfe, Aufgaben und Rückmeldungen sollten zeigen, wie Sie sich mit Ihren Lernzielen auseinandergesetzt haben.
  3. Über die Beschreibung hinausgehen: Erklären Sie, weshalb etwas gelungen oder schwierig war, welche Annahmen Sie überprüft haben und was Sie daraus ableiten.
  4. Zwischenstände dokumentieren: Sichern Sie Materialien bereits während des Semesters. So können Sie Veränderungen nachvollziehbar belegen.
  5. Hochschulvorgaben beachten: Aufbau, Umfang und Bewertung richten sich nach Ihrer Aufgabenstellung. Ein Muster dient nur der Orientierung.

Kurzantwort: Ein Lernportfolio ist mehr als eine Materialsammlung. Es verbindet Lernziele, Arbeitsproben und Reflexion zu einer nachvollziehbaren Darstellung Ihrer eigenen Entwicklung.

Häufige Fragen zum Lernportfolio

1. Was gehört in ein Lernportfolio?

Ein Lernportfolio enthält ausgewählte Arbeitsproben und eine Reflexion darüber, was Sie daran gelernt haben. Dazu gehören beispielsweise Aufgaben, Entwürfe und Rückmeldungen. Eine Einleitung erläutert Ziele und Ausgangslage; eine abschließende Reflexion bewertet Ihre Entwicklung und benennt offene Fragen. Die genauen Bestandteile richten sich nach der Aufgabenstellung. slm.uni-hamburg.de

2. Wie ist ein Lernportfolio aufgebaut?

Ein möglicher Aufbau umfasst Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Einleitung, Lernziele, Arbeitsproben mit Reflexion, Gesamtreflexion und Literaturverzeichnis. Ordnen Sie die Materialien nach Themen oder Lernphasen. Wichtig ist, dass erkennbar wird, weshalb Sie eine Arbeitsprobe ausgewählt haben und welchen Lernfortschritt sie zeigt. slm.uni-hamburg.de

3. Wie schreibe ich eine Reflexion im Lernportfolio?

Beschreiben Sie zunächst eine konkrete Lernerfahrung. Erläutern Sie anschließend, welche Schwierigkeiten auftraten, welche Annahmen Sie überprüft haben und was sich verändert hat. Beziehen Sie Arbeitsproben oder Feedback ein. Leiten Sie daraus ab, was Sie künftig beibehalten, verändern oder weiter untersuchen möchten. Eine reine Zusammenfassung der Seminarinhalte reicht dafür nicht aus. Hochschuldidaktik und digitale Lehrentwicklung

4. Wie umfangreich muss ein Lernportfolio sein?

Es gibt keine allgemeingültige Seitenzahl. Der Umfang hängt von den vorgesehenen Aufgaben, Arbeitsproben und Reflexionen ab. Maßgeblich sind die Vorgaben Ihrer Lehrveranstaltung. Fragen Sie bei Unklarheiten nach, ob Deckblatt, Literaturverzeichnis und Anhang zum vorgegebenen Umfang zählen.

Was ist ein Lernportfolio?

Ein Lernportfolio ist eine begründete Zusammenstellung von Materialien und Reflexionen zu einem Lernprozess. Es kann sich auf ein Seminar, ein Praktikum, ein Projekt oder einen längeren Studienabschnitt beziehen. Entscheidend ist die Verbindung zwischen dem, was Sie bearbeiten, und dem, was Sie daraus lernen.

Der Portfolioleitfaden des Instituts für Finnougristik/Uralistik der Universität Hamburg beschreibt eine semesterbegleitende Bearbeitung, die Teilleistungen unter einer übergreifenden Frage auswertet. Dabei sollen Wissen und individuelle Lernfortschritte fachlich eingeordnet werden. Das ist ein konkretes Hochschulbeispiel, keine für alle Studiengänge verbindliche Definition der Prüfungsform. [1]

Für Ihre eigene Arbeit können Sie drei Fragen unterscheiden: Welches Ziel verfolge ich? Welche Materialien zeigen meine Auseinandersetzung damit? Was lässt sich daraus über meinen Lernstand erkennen? Diese Fragen helfen Ihnen auch dann, wenn Ihre Hochschule eine andere Gliederung vorgibt.

Lernportfolio, Lerntagebuch und Präsentationsportfolio

Als praktische Orientierung: Ein Lerntagebuch hält häufig fortlaufend Beobachtungen fest. Im Lernportfolio wählen Sie solche Einträge und andere Materialien aus und setzen sie in einen begründeten Zusammenhang. Ein Präsentationsportfolio betont eher ausgewählte Ergebnisse. Die Begriffe werden allerdings unterschiedlich verwendet; lesen Sie deshalb die konkrete Aufgabenbeschreibung.

Auch der Unterschied zum Projektbericht ist hilfreich: Ein Projektbericht erklärt Ziele, Vorgehen und Ergebnisse des Projekts. Das Lernportfolio fragt zusätzlich oder vorrangig nach Ihrer eigenen Entwicklung. Ein Projekt kann also einen Bericht und ein Lernportfolio hervorbringen, die unterschiedliche Funktionen erfüllen.

Welche Ziele verfolgt ein Lernportfolio im Studium?

Mit einem Lernportfolio machen Sie Aussagen über Ihren Lernfortschritt überprüfbar. „Ich kann inzwischen wissenschaftlicher schreiben“ bleibt vage. Zwei Fassungen eines Absatzes und eine begründete Erläuterung der Überarbeitung zeigen dagegen, welche Fähigkeit Sie entwickelt haben.

Ein Portfolio kann Ihnen außerdem helfen, Rückmeldungen systematisch zu nutzen. Sie dokumentieren nicht nur, dass eine Lehrperson Kritik geäußert hat, sondern welche Änderung daraus entstanden ist und ob diese Änderung ein Problem tatsächlich gelöst hat.

Die Universität Hamburg betont bei studienbegleitenden Portfolios die wiederholte Verdichtung gesammelter Materialien und vereinbartes Feedback. Als Schwierigkeiten nennt sie unter anderem fehlende kontinuierliche Impulse und den Zeitaufwand. Ein Portfolio entfaltet seinen Nutzen damit nicht allein durch seine Existenz. [2]

Unser Arbeitsvorschlag: Vereinbaren Sie früh, wann Sie Rückmeldung erhalten können. Wenn es keine betreuten Zwischenabgaben gibt, prüfen Sie Ihre Einträge regelmäßig anhand der Aufgabenstellung. Ein monatlicher Blick auf die bisherigen Belege ist hilfreicher als eine vollständige Rekonstruktion kurz vor der Abgabe.

Lernportfolio: Aufbau und mögliche Gliederung

Der folgende Lernportfolio-Aufbau ist ein anpassbares Beispiel. Er ist besonders für ein seminarbegleitendes Portfolio geeignet, das Lernziele, Arbeitsproben und Reflexion verbindet. Verbindliche Modulvorgaben haben Vorrang.

Bestandteil

Inhalt

Leitfrage

Deckblatt und Inhaltsverzeichnis

Titel, Lehrveranstaltung, erforderliche Angaben und nachvollziehbare Navigation.

Welchen Lernkontext behandelt das Portfolio?

Einleitung

Thema, Zweck, Ausgangslage und Auswahlprinzip.

Was soll das Portfolio zeigen?

Lernziele

Konkrete Fähigkeiten und Kriterien für die eigene Prüfung.

Woran erkenne ich eine Veränderung?

Arbeitsproben mit Reflexion

Ausgewählte Materialien, Datierung, Erläuterung und fachliche Einordnung.

Was lässt sich an diesem Material nachvollziehen?

Gesamtreflexion

Vergleich mit dem Ausgangspunkt, Zusammenhänge und offene Fragen.

Welche Entwicklung ist belegt und wo bestehen Grenzen?

Ausblick

Nächste Lernschritte und konkrete Anwendung.

Was möchte ich als Nächstes erproben?

Quellen und Anhang

Verwendete Literatur, nachvollziehbare Materialnachweise und weitere verlangte Bestandteile.

Welche Inhalte stammen woher?

Nach Themen oder chronologisch gliedern?

Eine zeitliche Struktur passt, wenn der Verlauf selbst wichtig ist. Eine thematische Struktur kann sinnvoll sein, wenn Sie etwa Literaturrecherche, Argumentation und Zusammenarbeit getrennt betrachten. Sie können beides verbinden: thematische Kapitel mit datierten Zwischenständen.

Vermeiden Sie eine Gliederung, die nur Veranstaltungstermine wiederholt. „Sitzung 1“, „Sitzung 2“ und „Sitzung 3“ zeigen noch nicht, welche Fragen Sie bearbeiten. Aussagekräftiger wäre ein Kapitel wie „Von einer Themenidee zur eingegrenzten Forschungsfrage“.

Wie lang sollte ein Lernportfolio sein?

Die erforderliche Länge hängt von der Aufgabe ab. Das HUL-Tutorienprogramm der Universität Hamburg nennt in seiner eigenen Portfolioanleitung ungefähr zehn Seiten und betont unter anderem Schlüssigkeit und ernsthafte Reflexion. Diese Angabe gilt für diesen Qualifizierungskontext. [3] Leiten Sie daraus keine allgemeine Zehn-Seiten-Regel ab.

Ein Lernportfolio erstellen: sechs Arbeitsschritte

1. Aufgabenstellung in Prüfpunkte übersetzen

Notieren Sie Pflichtaufgaben, Umfang, Abgabetermin und Bewertungsmaßstäbe. Klären Sie, ob alle Arbeitsproben abgegeben werden oder eine Auswahl erwartet wird. Fragen Sie auch nach der Rolle persönlicher Reflexion und wissenschaftlicher Literatur.

2. Den Ausgangsstand festhalten

Beschreiben Sie konkret, was Sie bereits können und wobei Sie noch unsicher sind. „Ich kenne mich mit Forschung nicht aus“ ist sehr weit. „Ich kann Fachliteratur finden, aber die Eignung einer Studie für meine Frage noch nicht sicher beurteilen“ lässt sich später besser überprüfen.

3. Lernziele beobachtbar formulieren

Ein geeignetes Ziel für unser Schreibbeispiel wäre: „Ich möchte eine Forschungsfrage formulieren, deren Gegenstand, Zielgruppe und Untersuchungsrahmen erkennbar sind.“ Als Belege eignen sich mehrere Fassungen der Frage und eine Erläuterung Ihrer Entscheidungen. Weitere Anregungen bietet unser Beitrag zur SMART-Methode.

4. Material fortlaufend sichern

Legen Sie einen Arbeitsordner mit datierten Entwürfen, Aufgaben, Rückmeldungen und kurzen Notizen an. Vermerken Sie unmittelbar, weshalb eine Datei wichtig sein könnte. So unterscheiden Sie später einen tatsächlichen Zwischenstand von einer nachträglichen Erläuterung.

5. Aussagekräftige Arbeitsproben auswählen

Wählen Sie nicht nur gelungene Endprodukte aus. Eine verworfene Gliederung kann besonders aufschlussreich sein, wenn Sie daran eine fachlich begründete Entscheidung erklären. Prüfen Sie bei jedem Material, welches Lernziel es belegt und ob eine andere Arbeitsprobe denselben Punkt bereits zeigt.

6. Zusammenhänge und nächste Schritte herausarbeiten

Die Gesamtreflexion verbindet einzelne Einträge. Vielleicht erkennen Sie, dass unklare Forschungsfragen sowohl die Literaturrecherche als auch den Aufbau Ihrer Texte erschwert haben. Erläutern Sie diesen Zusammenhang und formulieren Sie daraus eine überprüfbare Änderung für die nächste Aufgabe.

Wie schreiben Sie eine überzeugende Reflexion?

Reflexion beginnt dort, wo Sie die Bedeutung einer Erfahrung untersuchen. Eine Beschreibung beantwortet, was passiert ist. Eine vertiefte Reflexion fragt nach Bedingungen, eigenen Annahmen, fachlichen Erklärungsmöglichkeiten und Handlungsalternativen.

Der Portfolioleitfaden der Universität Paderborn für das Profil „Gute Gesunde Schule“ unterscheidet beschreibende, analysierende und bewertende Ebenen und verbindet Reflexion mit Kompetenzentwicklung. Seine Fragen und Anforderungen sind auf dieses Profil bezogen. [4] Für die folgende Übung nutzen wir eine eigene, vereinfachte Arbeitshilfe.

Vier Fragen für einen Reflexionseintrag

  1. Situation: Welche konkrete Aufgabe oder Entscheidung betrachte ich?

  2. Analyse: Warum verlief sie so? Welche eigene Annahme spielte eine Rolle?

  3. Beleg und Bewertung: Was zeigen Arbeitsprobe und Rückmeldung? Welche alternative Erklärung ist möglich?

  4. Konsequenz: Was werde ich beim nächsten Mal anders machen und wie überprüfen?

Die PH Zürich hat mit dem „Reflective Companion“ einen Leitfaden zur Reflexionstiefe in Lehr-Lern-Portfolios der Hochschulweiterbildung veröffentlicht. Das Framework soll Qualitätsvorstellungen sichtbar machen; es ist keine automatische Benotungsvorlage für Ihr Seminar. [5]

Verknüpfen Sie die Reflexion mit Literatur, wenn Sie fachliche Konzepte verwenden. Dabei genügt es nicht, einen bekannten Autor zu nennen. Erklären Sie, welche konkrete Idee Ihren Fall verständlich macht. Hinweise dazu finden Sie auch in unserem Beitrag zum Schreiben einer Reflexion.

Darf ich die Ich-Form verwenden?

Bei der Reflexion eigener Entscheidungen kann die Ich-Form präzise sein: „Ich hatte angenommen, dass …“. Ob sie in Ihrer Prüfungsleistung erwünscht ist, müssen Sie anhand der Vorgaben prüfen. Fachliche Begründungen und Quellen bleiben auch in persönlich formulierten Abschnitten wichtig.

Lernportfolio-Beispiel: wissenschaftliches Schreiben

Das folgende Lernportfolio-Beispiel ist fiktiv und eigens für diesen Beitrag entwickelt. Es illustriert eine mögliche Reflexion, keinen realen Studienverlauf und keine vorgegebene Musterlösung.

Lernziel und passende Arbeitsproben

Lernziel: Ich möchte eine eingegrenzte Forschungsfrage entwickeln und meine Literatursuche daran ausrichten.

Ausgangslage: Meine erste Frage lautete: „Wie verändert Digitalisierung das Studium?“ Bei der Recherche erhielt ich Literatur zu Verwaltung, Onlinelehre, Prüfungen und Lernplattformen. Mir fehlte ein Kriterium, um relevante Treffer auszuwählen.

Arbeitsproben: Erster Fragenentwurf, Rückmeldung aus dem Seminar, überarbeiteter Fragenentwurf und kommentierte Rechercheübersicht.

Überarbeitete Frage: „Welche Erfahrungen schildern Bachelorstudierende eines bestimmten Studiengangs mit dem Feedback in asynchronen Onlinekursen?“

Beispieltext für die Reflexion

Die erste Frage umfasste mehrere Bereiche, die ich mit dem vorgesehenen Material nicht gemeinsam untersuchen konnte. Die Rückmeldung aus dem Seminar machte deutlich, dass ich zunächst Gegenstand und Zielgruppe eingrenzen musste. Im zweiten Entwurf konzentrierte ich mich auf Feedback in asynchronen Onlinekursen. Dadurch konnte ich die Recherche anhand dieses Gegenstands sortieren. Die überarbeitete Frage ist allerdings noch darauf zu prüfen, welche Erfahrungsberichte oder Interviewdaten im Seminar tatsächlich erhoben werden dürfen. Für die nächste Aufgabe werde ich den geplanten Materialzugang deshalb bereits bei der Formulierung der Frage berücksichtigen.

Der Text benennt ein Problem, eine Änderung und eine verbleibende Unsicherheit. Für ein vollständiges Portfolio müssten die genannten Arbeitsproben tatsächlich vorliegen. Fachliche Kriterien der Fragenentwicklung wären außerdem mit der verwendeten Methodenliteratur zu begründen.

Weitere Lernportfolio-Beispiele aus dem Studium

Studienkontext

Mögliche Arbeitsprobe

Reflexionsfrage

Lehramtsstudium

Unterrichtsentwurf, Beobachtungsnotiz und überarbeitete Planung.

Welche Beobachtung spricht für eine Änderung und welche Interpretation bleibt unsicher?

Wirtschaftswissenschaften

Erste und korrigierte Berechnung eines Fallbeispiels.

Welche Annahme verursachte den Fehler und wann wäre das Modell ungeeignet?

Informatik

Codeversionen, Testprotokoll und begründete Designentscheidung.

Was verbessert die Änderung und welche neuen Einschränkungen entstehen?

Soziale Arbeit

Anonymisierte Fallvignette und theoriebezogene Analyse.

Wie unterscheiden sich Beobachtung, Interpretation und professionelle Handlungsmöglichkeit?

Diese Lernportfolio-Beispiele zeigen verschiedene Materialtypen. Sie sind eigene Vorschläge, keine Vorgaben der genannten Fächer. Dokumentieren Sie bei Gruppenarbeiten Ihren Beitrag. Verwenden Sie Fallmaterial nur in einer zulässigen, ausreichend geschützten Form; persönliche Informationen gehören nicht ungeprüft in die Abgabe.

Lernportfolio-Beispiel als PDF: eine eigene Arbeitshilfe

Zum Beitrag gehört eine separate PDF-Arbeitshilfe mit unserem fiktiven Schreibbeispiel und einer ausfüllbaren Struktur auf Papier. Sie enthält Felder für Ausgangsstand, Lernziel, Arbeitsprobe, Reflexion und nächsten Schritt. Sie können die Felder als Grundlage für Ihre eigene Textdatei nutzen.

Das Beispiel ist bewusst kompakt. Es ersetzt weder die Modulaufgaben noch ein vollständiges Semesterportfolio. Die Darstellung zeigt, wie ein Eintrag aufgebaut sein kann; sie darf nicht als eigener Lernprozess übernommen werden.

Ein offizieller PDF-Leitfaden zur fachlichen Einordnung ist zusätzlich bei der Universität Hamburg verfügbar. Er beschreibt die Anforderungen des dortigen Instituts, nicht unser Beispiel.

Bewertung, häufige Fehler und Abgabeprüfung

Prüfen Sie das Bewertungsraster Ihrer Lehrveranstaltung. Unser eigenes Prüfraster umfasst die Verbindung von Lernziel und Material, die Tiefe der Reflexion, die fachliche Einordnung, den nachvollziehbaren Entwicklungsvergleich und die formale Sorgfalt.

Eine Literaturübersicht von Driessen und Kollegen zur medizinischen Ausbildung berichtet unterschiedliche Erfahrungen mit Portfolioarbeit und hebt die Bedeutung der Umsetzung hervor. Die Ergebnisse betreffen diesen Ausbildungskontext; daraus lässt sich keine garantierte Wirkung für jedes Lernportfolio ableiten. [6]

Schwache Formulierung oder Vorgehensweise

Präzisere Bearbeitung

„Ich habe sehr viel gelernt.“

Benennen, welche Aufgabe jetzt anders gelingt, und eine Arbeitsprobe zeigen.

Nur Endfassungen sammeln.

Relevante Entwürfe und Rückmeldungen in den Vergleich einbeziehen.

Alles ungeordnet in den Anhang legen.

Material auswählen, beschriften und im Text gezielt darauf verweisen.

Jede Schwierigkeit anderen zuschreiben.

Rahmenbedingungen und eigene Entscheidungen getrennt untersuchen.

Nachträglich einen glatten Lernverlauf erfinden.

Tatsächliche Zwischenstände nutzen und Erinnerungslücken offen lassen.

Checkliste vor der Abgabe

  • Alle Pflichtaufgaben bearbeitet und nachvollziehbar zugeordnet?

  • Arbeitsproben datiert, beschriftet und im Text erläutert?

  • Ausgangsstand und aktueller Stand anhand konkreter Belege verglichen?

  • Fremde Gedanken und verwendete Materialien korrekt nachgewiesen?

  • Vertrauliche Informationen geschützt und Gruppenbeiträge gekennzeichnet?

  • PDF nach dem Export auf Seitenumbrüche, Lesbarkeit und Links geprüft?

  • Erforderliche Angaben zur Eigenständigkeit und zu Hilfsmitteln vollständig?

Lernportfolio schreiben lassen – Unterstützung durch unsere Ghostwriter

Sie möchten ein Lernportfolio schreiben lassen und benötigen Unterstützung beim Aufbau oder bei der Ausarbeitung? Unsere Ghostwriter erstellen auf Grundlage Ihrer Arbeitsproben, Notizen und Hochschulvorgaben eine individuelle Mustervorlage. Dabei können wir Ihre dokumentierten Lernerfahrungen strukturieren und die fachliche Einordnung ausarbeiten. Persönliche Erfahrungen und Lernfortschritte müssen von Ihnen stammen.

Auch für eine Projektarbeit bieten wir wissenschaftliche Unterstützung an. Schildern Sie uns Ihre Aufgabe, den gewünschten Umfang und Ihre Abgabefrist. Wir besprechen mit Ihnen, welche Leistung dazu passt.

Mustervorlagen dienen Ihrer fachlichen Orientierung. Welche externe Unterstützung Sie nutzen und gegebenenfalls offenlegen müssen, richtet sich nach den Prüfungsregeln Ihrer Hochschule.

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Quellen und weiterführende Informationen

  1. Universität Hamburg, Institut für Finnougristik/Uralistik (2026). Leitfaden Portfolio.

  2. Universität Hamburg. Studienbegleitendes Portfolio.

  3. Universität Hamburg, HUL-Tutorienprogramm. Portfolioanleitung.

  4. Universität Paderborn, PLAZ (2024). Portfolioleitfaden Gute Gesunde Schule.

  5. Feixas, M., Flepp, G., Engfer, D., Heller-Andrist, S., Zellweger, F., & Zimmermann, T. (2024). Reflective Companion: Ein Framework und Leitfaden zur Selbstreflexion in Portfolios im Hochschulkontext. PH Zürich.

  6. Driessen, E., van Tartwijk, J., van der Vleuten, C., & Wass, V. (2007). Portfolios in medical education: why do they meet with mixed success? A systematic review. Medical Education, 41(12), 1224-1233. DOI: 10.1111/j.1365-2923.2007.02944.x.

Recherche: 12. Oktober 2026. Beispiele und Arbeitsvorschläge sind didaktische Eigenentwicklungen. Hochschulquellen beschreiben die jeweils genannten Studien- und Veranstaltungskontexte.

Disclaimer

Der guten Ordnung halber weisen wir Sie darauf hin, dass jegliche von uns erstellten Ausarbeitungen auf der Annahme basieren, dass Sie eine Lösungsskizze für interne Zwecke wünschen. Die weitere Verwendung ist allenfalls zur eigenen gedanklichen Auseinandersetzung gedacht, nicht aber für die Übernahme als eigene Leistungen. 

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