Positionspapier: Den eigenen Standpunkt überzeugend begründen
(Head of Marketing)
26.10.2026
Anna Milena von Gersdorff leitet als Online-Marketing Expertin den GWriters Blog sowie alle Veröffentlichungen, Änderungen und Sonderaktionen auf unserer Webseite. Darüber hinaus ist Sie für gesamte Öffentlichkeitsarbeit und die Kommunikation mit unseren Medienpartnern zuständig.
Ein Positionspapier bringt einen Standpunkt auf den Punkt und zeigt, warum er einer kritischen Prüfung standhält. Dafür genügt es nicht, eine Meinung selbstbewusst zu formulieren. Entscheidend ist, dass These, Argumente, Belege und Schlussfolgerung zusammenpassen und ernsthafte Einwände berücksichtigt werden.
Im Studium kann ein Positionspapier eine Seminardiskussion vorbereiten, eine Lektüre auswerten oder eine fachliche Streitfrage zuspitzen. Dieser Beitrag erklärt die Definition, zeigt einen anpassbaren Aufbau und führt anhand eines kommentierten Beispiels durch die Argumentation. Zusätzlich erhalten Sie eine PDF-Arbeitshilfe mit Schreibvorlage und Prüffragen.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Positionspapier entwickelt einen klaren Standpunkt zu einer eingegrenzten Frage. Es erläutert die tragenden Argumente, berücksichtigt ernsthafte Einwände und führt zu einer nachvollziehbaren Schlussfolgerung.
- Aufgabe und Zielgruppe klären: Umfang, Gliederung und Quellenanforderungen richten sich nach dem Anlass und der Aufgabenstellung. Prüfen Sie, welche Frage Ihr Positionspapier beantworten soll.
- Eine eindeutige These formulieren: Machen Sie früh deutlich, welchen Standpunkt Sie vertreten. Grenzen Sie den Geltungsbereich ein und nennen Sie gegebenenfalls notwendige Bedingungen.
- Argumente nachvollziehbar belegen: Begründen Sie Ihre Position mit passenden Argumenten und geeigneten Quellen. Unterscheiden Sie überprüfbare Befunde von eigenen Bewertungen und Empfehlungen.
- Gegenargumente fair prüfen: Nehmen Sie ernsthafte Einwände auf und setzen Sie sich sachlich damit auseinander. Berechtigte Gegenargumente können eine Präzisierung Ihrer Position erforderlich machen.
- Ein begründetes Ergebnis formulieren: Leiten Sie die Schlussfolgerung aus Ihrer Argumentation ab. Je nach Aufgabenstellung kann daraus eine konkrete Handlungsempfehlung oder eine differenzierte Einordnung folgen.
Kurzantwort: Ein Positionspapier macht deutlich, was Sie vertreten, warum Sie diese Position einnehmen und wie sie sich gegenüber anderen Standpunkten begründen lässt.
Vier zentrale Fragen und Antworten zum Positionspapier
1. Was ist ein Positionspapier?
Ein Positionspapier ist ein argumentativer Text, der einen begründeten Standpunkt zu einer eingegrenzten Frage vertritt. Es erläutert die eigene These, entwickelt tragende Argumente und setzt sich mit anderen Positionen auseinander. Ziel ist, die vertretene Auffassung für die Lesenden nachvollziehbar und überprüfbar zu machen.
2. Wie ist ein Positionspapier aufgebaut?
Ein Positionspapier beginnt üblicherweise mit der Problemstellung und der eigenen Position. Anschließend folgen die Argumente mit passenden Belegen sowie die Auseinandersetzung mit Gegenargumenten. Der Schluss bündelt das Ergebnis und enthält gegebenenfalls eine Handlungsempfehlung. Bei kurzen Texten können diese Funktionen in wenigen Absätzen statt in getrennten Kapiteln erfüllt werden.
3. Wie formuliere ich eine überzeugende These für ein Positionspapier?
Eine überzeugende These beantwortet die Streitfrage eindeutig und lässt sich mit Argumenten prüfen. Vermeiden Sie allgemeine Aussagen wie „Digitale Lehre ist wichtig“. Konkreter wäre: „Das Seminar sollte eine zusätzliche digitale Sprechstunde anbieten, sofern dafür reguläre Betreuungszeit vorgesehen ist.“ Die Formulierung benennt einen Vorschlag und seine Voraussetzung.
4. Wie gehe ich in einem Positionspapier mit Gegenargumenten um?
Stellen Sie einen ernsthaften Einwand sachlich und möglichst präzise dar. Prüfen Sie anschließend, ob Ihre Argumente ihn entkräften oder ob Sie Ihre Position einschränken müssen. Ein berechtigtes Gegenargument kann dazu führen, Bedingungen zu ergänzen oder eine alternative Lösung vorzuschlagen. Entscheidend ist eine nachvollziehbare Abwägung.
Positionspapier: Definition und Zweck
Ein Positionspapier ist ein argumentativer Text, der zu einer eingegrenzten Frage einen erkennbaren Standpunkt entwickelt und begründet. Die Lesenden sollen verstehen, was Sie vertreten, welche Gründe dafür sprechen und wie Ihre Position mit anderen Auffassungen zusammenhängt. Der Genre-Leitfaden der Stockton University hebt die klare Position und die nachvollziehbare Begründung als Kernmerkmale hervor. [1]
Im wissenschaftlichen Kontext ist ein Positionspapier besonders dann überzeugend, wenn es zwischen dem Kenntnisstand zum Thema und der eigenen Bewertung unterscheidet. Sie können eine Empfehlung vertreten, ohne zu behaupten, dass sie bereits durch eine einzelne Untersuchung eindeutig bewiesen sei.
Neben studentischen Aufgaben gibt es Positionspapiere von Fachgesellschaften, Verbänden und Einrichtungen. Die Gesellschaft für Schlüsselkompetenzen veröffentlicht beispielsweise eigene Papiere zur akademischen Bildung. Solche Texte verdeutlichen die institutionelle Funktion des Formats, sind aber keine verbindlichen Vorlagen für Seminarleistungen. [4]
Positionspapier, Essay, Thesenpapier und Stellungnahme
Die Bezeichnungen überschneiden sich und werden in Lehrveranstaltungen nicht immer identisch verwendet. Nutzen Sie die folgende Übersicht als Orientierung und gleichen Sie sie mit Ihrem Auftrag ab.
Textform | Typischer Schwerpunkt | Bedeutung für die Planung |
|---|---|---|
Positionspapier | Einen Standpunkt zu einer eingegrenzten Frage begründen und einordnen. | Die eigene Position muss früh erkennbar werden. |
Thesenpapier | Zentrale Behauptungen verdichtet als Diskussionsgrundlage formulieren. | Ob ausführliche Begründungen nötig sind, hängt vom Auftrag ab. |
Eine Fragestellung argumentativ und häufig mit größerem gestalterischem Spielraum bearbeiten. | Auch ein Essay kann eine klare Position vertreten; die Formen schließen sich nicht aus. | |
Auf einen Anlass, Vorschlag oder Text mit einer begründeten Einschätzung reagieren. | Der konkrete Bezugspunkt sollte deutlich benannt werden. | |
Eine wissenschaftliche Fragestellung in einem umfangreicheren Zusammenhang bearbeiten. | Eine Positionspapier-Aufgabe verlangt nicht automatisch den gesamten Aufbau einer Hausarbeit. |
Entscheiden Sie deshalb nicht allein nach dem Titel der Textsorte. Fragen Sie: Soll ich eine Position aus der Seminarlektüre entwickeln, eine Entscheidung vorbereiten oder eine institutionelle Forderung formulieren? Davon hängen Hintergrundinformationen, Art der Belege und der Schluss ab.
Positionspapier: Aufbau und sinnvolle Gliederung
Eine gut nutzbare Grundstruktur führt vom Problem über die begründete Position zum Ergebnis. Die Handreichung der Methodist University nennt Einleitung, Hauptteil und Schluss und bezieht ausdrücklich unterschiedliche Seiten einer Frage sowie mögliche Handlungswege ein. Die folgende Tabelle ist unsere anpassbare Arbeitsstruktur. [3]
Abschnitt | Leitfrage | Möglicher Inhalt |
|---|---|---|
Titel | Welche Streitfrage steht im Mittelpunkt? | Präziser Gegenstand, gegebenenfalls mit erkennbarer Stoßrichtung. |
Problem und Relevanz | Warum verdient die Frage eine Entscheidung oder Diskussion? | Knapp eingegrenzte Ausgangslage und erforderliche Begriffsdefinitionen. |
Position / These | Was vertrete ich genau? | Ein klarer Satz mit Geltungsbereich und gegebenenfalls Bedingungen. |
Begründung | Welche Gründe sprechen dafür? | Geordnete Argumente mit geeigneten Belegen und nachvollziehbaren Schlussfolgerungen. |
Gegenposition und Abwägung | Welcher ernsthafte Einwand begrenzt meine These? | Starkes Gegenargument, sachliche Prüfung und begründete Antwort. |
Ergebnis | Was folgt aus der Prüfung? | Bestätigte oder präzisierte Position; gegebenenfalls konkrete Empfehlung. |
Quellen | Worauf stützen sich die Aussagen? | Nachweise im Text und Literaturverzeichnis nach den geltenden Vorgaben. |
Diese Funktionen müssen nicht jeweils eine eigene Überschrift erhalten. Ein kurzes Papier kann sie in wenigen Absätzen erfüllen. Vermeiden Sie eine lange Einleitung, die die eigentliche Position bis zum Schluss zurückhält. Wenn Lesende nach dem ersten Abschnitt das Problem und Ihre These kennen, können sie die anschließende Begründung gezielter prüfen.
In sechs Schritten ein Positionspapier erstellen
1. Auftrag und Adressaten klären
Prüfen Sie Thema, Umfang, Textgrundlage und Zielgruppe. Ein Diskussionsimpuls für ein Seminar benötigt andere Erläuterungen als ein Papier für eine Hochschulleitung. Notieren Sie, welche Entscheidung oder Einsicht der Text ermöglichen soll.
2. Die Streitfrage eingrenzen
„Digitalisierung in der Lehre“ ist ein Themenfeld. „Soll in einem bestimmten Seminar eine zusätzliche digitale Sprechstunde angeboten werden?“ ist eine bearbeitbare Frage. Eine klare Eingrenzung verhindert, dass mehrere Probleme gleichzeitig diskutiert werden.
3. Quellen und Gegenpositionen recherchieren
Suchen Sie Literatur zu Ihrem Gegenstand und notieren Sie relevante Gegenargumente von Anfang an. Halten Sie zu jeder Quelle fest, welchen konkreten Befund oder Gedanken sie belegt. Unser Beitrag zur Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken zeigt geeignete Ausgangspunkte. Umfang und Systematik der Recherche sollten zur Aufgabe passen.
4. Eine vorläufige These formulieren
Die These darf sich während der Recherche verändern. Formulieren Sie einen Satz, der widersprochen werden kann und dessen Geltungsbereich erkennbar ist. „Digitale Angebote sind wichtig“ bleibt zu allgemein. „Das Seminar sollte zusätzlich eine digitale Sprechstunde anbieten, sofern dafür reguläre Betreuungszeit vorgesehen ist“ benennt eine konkrete Position und eine Bedingung.
5. Die Begründung ordnen
Wählen Sie die tragfähigsten Argumente statt möglichst vieler Gesichtspunkte. Prüfen Sie, ob sich zwei Argumente lediglich wiederholen. Eine bewusst entwickelte Argumentationsstruktur hilft dabei, Gründe, Einwände und Schlussfolgerungen nachvollziehbar zu verbinden.
6. Gegenlesen und präzisieren
Prüfen Sie den Text aus Sicht einer skeptischen Person. Welche Voraussetzung bleibt unbewiesen? Wo geht die Schlussfolgerung über die Quelle hinaus? Überarbeiten Sie anschließend Aufbau und Sprache. Hinweise zu präzisen Formulierungen finden Sie in unserem Beitrag zum wissenschaftlichen Schreibstil.
Argumente, Belege und Gegenargumente richtig verbinden
Die Colorado State University betont in ihrem Aufgabenbeispiel, dass die eigene Position in Beziehung zu anderen Standpunkten stehen soll. Dafür müssen Sie deren Aussagen korrekt wiedergeben und Ihre Antwort darauf deutlich machen. Die dortige konkrete Aufgabenlänge ist eine lokale Vorgabe und lässt sich nicht allgemein übertragen. [2]
Eine nachvollziehbare Argumentationskette
Unterscheiden Sie vier Fragen: Was behaupte ich? Welcher Grund spricht dafür? Welche Quelle stützt die überprüfbare Aussage? Und warum folgt daraus die vertretene Empfehlung? Gerade der letzte Schritt fehlt häufig. Ein Befund über ein Problem entscheidet noch nicht automatisch darüber, welche Maßnahme angemessen ist.
Funktion | Prüffrage | Typischer Fehler |
|---|---|---|
These | Ist erkennbar, was unter welchen Bedingungen gelten soll? | Ein weites Thema wird als Position ausgegeben. |
Argument | Trägt der genannte Grund tatsächlich zur These bei? | Eine bloße Wiederholung wird als Begründung präsentiert. |
Beleg | Stützt die Quelle genau diese Aussage? | Eine Quelle wird genannt, behandelt aber einen anderen Zusammenhang. |
Schlussfolgerung | Welche zusätzliche Bewertung oder Annahme verbindet Befund und Empfehlung? | Aus einem Zusammenhang wird vorschnell eine Ursache oder Verpflichtung abgeleitet. |
Ein Gegenargument fair behandeln
Formulieren Sie den Einwand so, dass eine sachkundige Person der Gegenseite ihn wiedererkennen würde. Antworten Sie auf seinen stärksten Punkt. Ist er berechtigt, können Sie die eigene These einschränken, eine Bedingung ergänzen oder eine Alternative vorschlagen. Nicht jedes Gegenargument muss vollständig widerlegt werden.
Quellen prüfen statt Belege anhäufen
Unterscheiden Sie empirische Befunde, theoretische Argumente und institutionelle Empfehlungen. Prüfen Sie Erhebungszeitraum, untersuchte Gruppe und Kontext, bevor Sie einen Befund auf Ihre Frage übertragen. Eine Verbandsposition kann eine relevante Perspektive dokumentieren; sie ist nicht allein deshalb ein unabhängiger Wirksamkeitsnachweis.
Positionspapier-Beispiel mit Kommentar
Eigenes didaktisches Muster: Das folgende Positionspapier behandelt eine fiktive Entscheidung in einem Seminar. Es illustriert die Argumentationsstruktur und enthält keine erfundenen Studien oder Messwerte. Für eine benotete, literaturgestützte Aufgabe müssten die tatsächlichen Rahmenbedingungen und geeignete Fachquellen ergänzt werden.
Titel: Verbindliches Peer-Feedback vor der Abgabe eines Seminartexts
Problem und Position: Im betrachteten Seminar werden kurze wissenschaftliche Texte verfasst. Eine Überarbeitungsphase ist bisher nicht fest eingeplant. Das Seminar sollte deshalb eine verbindliche Peer-Feedback-Runde vor der Abgabe vorsehen. Sie sollte auf wenige transparente Kriterien begrenzt sein und durch eine individuelle Überarbeitungsnotiz ergänzt werden.
Erstes Argument: Ein Rückmeldezeitpunkt vor der Abgabe schafft eine Gelegenheit, Unklarheiten zu erkennen, solange Änderungen noch möglich sind. Dafür reicht eine allgemeine Aufforderung wie „Geben Sie Feedback“ nicht aus. Die Rückmeldung sollte sich auf die Erkennbarkeit der These, den Zusammenhang zwischen Begründung und Beleg sowie eine offene Verständnisfrage konzentrieren.
Zweites Argument: Die Überarbeitungsnotiz macht die Entscheidung der schreibenden Person nachvollziehbar. Sie hält fest, welcher Hinweis übernommen oder mit Begründung zurückgewiesen wurde. Damit bleibt die Verantwortung für den eigenen Text bei seiner Verfasserin oder seinem Verfasser. Eine Rückmeldung verpflichtet nicht dazu, jede vorgeschlagene Änderung umzusetzen.
Gegenargument: Studierende verfügen nicht automatisch über die Erfahrung, die fachliche Qualität eines fremden Textes zuverlässig zu beurteilen. Eine verpflichtende Runde könnte deshalb unzutreffende Hinweise erzeugen und zusätzliche Zeit beanspruchen.
Abwägung: Dieser Einwand begrenzt den Vorschlag. Peer-Feedback sollte keine fachliche Bewertung durch die Lehrperson ersetzen. Vor der Rückmeldung sollten die Kriterien an einem kurzen Muster eingeübt werden. Offene fachliche Fragen werden kenntlich gemacht und anschließend geklärt. Die Runde wird innerhalb der vorgesehenen Seminarzeit durchgeführt.
Ergebnis: Empfohlen wird ein zunächst auf eine Textaufgabe begrenzter Versuch. Die Lehrperson prüft danach anhand der Überarbeitungsnotizen und einer kurzen Rückmeldung der Beteiligten, ob das Verfahren hilfreich und organisatorisch tragbar war. Der Vorschlag behauptet keine bereits nachgewiesene Verbesserung der Textqualität in diesem Seminar.
Warum dieses Beispiel als Positionspapier funktioniert
Die Position erscheint im ersten Absatz und enthält Bedingungen. Die Argumente begründen unterschiedliche Aspekte: die rechtzeitige Rückmeldung und die Verantwortung für die Überarbeitung. Der Einwand wird nicht abgewertet, sondern verändert die Ausgestaltung der Empfehlung. Der Schluss benennt einen begrenzten nächsten Schritt statt einer uneingeschränkten Forderung.
Wo reale Belege fehlen: Das Muster argumentiert mit der beschriebenen Verfahrenslogik. Aussagen wie „Peer-Feedback verbessert nachweislich die Textqualität“ würden geeignete Forschung und eine genaue Eingrenzung benötigen. Für einen realen Seminarauftrag wären außerdem die tatsächliche Aufgabenstellung, die verfügbare Zeit und gegebenenfalls das Bewertungskonzept zu berücksichtigen.
So übertragen Sie das Muster: Ersetzen Sie nicht nur das Thema. Formulieren Sie die passende Streitfrage neu, prüfen Sie die zuständige Zielgruppe und entwickeln Sie eine eigene Begründung. Ein Gegenargument zur Vertraulichkeit von Texten würde beispielsweise andere Antworten verlangen als der Einwand fehlender Bewertungserfahrung.
Positionspapier erstellen: Schreibvorlage und PDF
Nutzen Sie die folgenden Satzanfänge als Denkstütze. Sie sollen einen Argumentationsgang vorbereiten und können im fertigen Text durch natürlichere Übergänge ersetzt werden.
Funktion | Anpassbarer Satzanfang |
|---|---|
Streitfrage | Zu klären ist, ob … |
Position | Dieses Papier vertritt die Position, dass …, sofern … |
Begründung | Für diese Position spricht zunächst … |
Quellenbezug | Die Untersuchung / der Text von … zeigt für den untersuchten Kontext … |
Einordnung | Für die hier behandelte Frage ist daran relevant, dass … |
Gegenargument | Gegen den Vorschlag lässt sich einwenden, dass … |
Abwägung | Dieser Einwand ist insofern berechtigt, als …; daraus folgt … |
Schluss | Unter den genannten Bedingungen wird daher empfohlen, … |
Die PDF enthält eine leere Argumentationsvorlage, das kommentierte Beispiel und einen Qualitätscheck. Sie ist zum Ausdrucken und handschriftlichen Bearbeiten vorgesehen.
Positionspapier: Vorlage und Beispiel als PDF herunterladen
Halten Sie während der Recherche eine kleine Belegübersicht fest: Aussage, Quelle, genaue Fundstelle und Grenzen der Übertragbarkeit. So erkennen Sie frühzeitig, wo Sie lediglich eine Vermutung formulieren oder ein Argument noch präzisieren müssen.
Häufige Fehler beim Positionspapier und Qualitätscheck
Fehler | Konkrete Verbesserung |
|---|---|
Die Position ist erst im Fazit erkennbar. | Die These früh nennen und im weiteren Text prüfen. |
Die These ist zu weit gefasst. | Gegenstand, Zielgruppe, Zeitraum oder Bedingungen eingrenzen. |
Eine Meinung wird als empirischer Befund dargestellt. | Bewertungen kennzeichnen und überprüfbare Aussagen belegen. |
Die Gegenposition wird vereinfacht. | Den stärksten ernsthaften Einwand aufnehmen und sachlich beantworten. |
Eine Empfehlung bleibt unbestimmt. | Benennen, wer unter welchen Voraussetzungen was tun sollte. |
Der Schluss führt neue Hauptargumente ein. | Das Ergebnis aus dem bereits entwickelten Argumentationsgang ableiten. |
Lesen Sie vor der Abgabe nur die ersten Sätze Ihrer Absätze. Ist der Gedankengang bereits daran nachvollziehbar? Prüfen Sie anschließend jede Quelle direkt an der belegten Aussage. Achten Sie zuletzt auf den Wechsel zwischen Darstellung und eigener Bewertung: Lesende müssen erkennen können, wann Sie eine fremde Position wiedergeben und wann Sie selbst argumentieren.
Positionspapier schreiben lassen: Unsere Ghostwriter unterstützen Sie
Sie möchten eine individuelle Mustervorlage für Ihr Positionspapier erstellen lassen oder Ihre Argumentation gezielt prüfen? Bei GWriters klären wir mit Ihnen Thema, Textsorte und den gewünschten Umfang der Unterstützung. Für verwandte argumentative Formate finden Sie Informationen zu unseren Mustervorlagen für Essays. Ein Positionspapier wird dabei nach seiner eigenen Aufgabenstellung geplant.
Wenn die Quellenbasis noch fehlt, können Sie unsere Unterstützung bei der Literaturrecherche anfragen. Für einen bereits vorliegenden Text kommt ein wissenschaftliches Lektorat infrage. Beschreiben Sie dafür auch, ob Sie Rückmeldung zu Aufbau, Verständlichkeit oder sprachlicher Gestaltung wünschen.
Eine Mustervorlage hilft Ihnen, Struktur und Begründungswege nachzuvollziehen. Bei einer studentischen Prüfungsleistung müssen die Vorgaben zur Eigenleistung und zur Nutzung externer Unterstützung eingehalten werden.
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Wie finde ich ein geeignetes Thema für ein Positionspapier?
Wählen Sie eine fachlich relevante Frage, zu der unterschiedliche begründbare Standpunkte bestehen. Grenzen Sie das Thema so ein, dass Sie es im vorgegebenen Umfang bearbeiten können. Prüfen Sie außerdem, ob genügend geeignete Literatur vorliegt, um Ihre Position und wichtige Gegenargumente zu untersuchen.
Kann ich in einem Positionspapier eine vermittelnde Position vertreten?
Ja. Eine Position muss nicht uneingeschränkt zustimmen oder ablehnen. Sie können einen Vorschlag unter bestimmten Voraussetzungen befürworten oder zwischen unterschiedlichen Anwendungsfällen unterscheiden. Formulieren Sie dabei eindeutig, welche Lösung Sie vertreten und warum die genannten Bedingungen entscheidend sind.
Wie zitiere ich Quellen in einem Positionspapier?
Belegen Sie übernommene Gedanken, Forschungsergebnisse und wörtliche Zitate nach dem vorgeschriebenen Zitierstil. Die Quellenangabe sollte unmittelbar bei der Aussage stehen, die sie unterstützt. Ergänzen Sie ein Literaturverzeichnis und prüfen Sie, ob die verwendete Quelle die jeweilige Behauptung tatsächlich trägt.
Was sollte im Schluss eines Positionspapiers stehen?
Der Schluss beantwortet die Ausgangsfrage auf Grundlage der zuvor entwickelten Argumentation. Fassen Sie die entscheidende Abwägung zusammen und formulieren Sie Ihre abschließende Position. Je nach Aufgabenstellung können Sie eine Empfehlung oder einen nächsten Schritt ergänzen. Neue Hauptargumente sollten Sie im Schluss nicht erstmals einführen.
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Recherche und Abruf: 18. Oktober 2026. Die Beispiele, Vorlagen und Checklisten dieses Beitrags sind eigene didaktische Ausarbeitungen.
Disclaimer
Der guten Ordnung halber weisen wir Sie darauf hin, dass jegliche von uns erstellten Ausarbeitungen auf der Annahme basieren, dass Sie eine Lösungsskizze für interne Zwecke wünschen. Die weitere Verwendung ist allenfalls zur eigenen gedanklichen Auseinandersetzung gedacht, nicht aber für die Übernahme als eigene Leistungen.
©saiarlawka/123RF.COM
26.10.2026
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