(Head of Marketing)
05.01.2026
Anna Milena von Gersdorff leitet als Online-Marketing Expertin den GWriters Blog sowie alle Veröffentlichungen, Änderungen und Sonderaktionen auf unserer Webseite. Darüber hinaus ist Sie für gesamte Öffentlichkeitsarbeit und die Kommunikation mit unseren Medienpartnern zuständig.
Künstliche Intelligenz (KI) hat sich im Hochschul- und Forschungsumfeld rasant etabliert. Studierende, Promovierende und wissenschaftliche Mitarbeitende nutzen KI-Modelle zunehmend zur Unterstützung beim wissenschaftlichen Schreiben, bei der Strukturierung komplexer Inhalte oder zur ersten Orientierung in neuen Themenfeldern. Besonders häufig stellt sich dabei die Frage: Gemini oder ChatGPT – welches KI-Modell ist besser für wissenschaftliche Arbeiten geeignet?
Bereits zu Beginn sollte berücksichtigt werden, dass KI-Fehler vielfältig auftreten können. Gerade bei KI-generierten Texten treten immer wieder inhaltliche Ungenauigkeiten, erfundene Quellen oder methodische Schwächen auf, die im wissenschaftlichen Kontext problematisch sein können.
ChatGPT ist für die meisten Nutzer die bessere Wahl, wenn es um Texterstellung, Erklärungen, Strukturierung und sprachliche Qualität geht. Besonders Studierende, Content-Creator und Unternehmen profitieren von klaren Argumentationen und gut formulierten Texten.
Gemini hingegen eignet sich stärker für Recherche, Faktenabfragen und Google-nahe Informationssuche, ist aber bei längeren, zusammenhängenden Texten oft weniger präzise.
Kurzfazit:
ChatGPT für Schreiben & Denken
Gemini für schnelle Recherche
Für Studierende ist ChatGPT in der Regel besser geeignet, da es bei
Gliederungen,
wissenschaftlicher Sprache,
Argumentationsaufbau und
Textüberarbeitung
stärker unterstützt.
Gemini kann zwar Themenübersichten liefern, stößt jedoch bei wissenschaftlicher Tiefe, Stringenz und Zitierlogik schneller an Grenzen.
Wichtig:
KI ersetzt keine wissenschaftliche Eigenleistung. Inhalte sollten immer kritisch geprüft und korrekt eingeordnet werden.
Beide Tools können Textentwürfe, Formulierungshilfen und Strukturvorschläge liefern.
ChatGPT ist dabei deutlich stärker, wenn es um:
akademischen Stil
logischen Aufbau
sprachliche Präzision
geht.
Aber:
KI-Texte dürfen nicht ungeprüft übernommen werden. Hochschulen erkennen KI-typische Muster zunehmend. Deshalb sollten KI-Inhalte überarbeitet, angepasst und fachlich geprüft werden.
Empfehlung: KI unterstützend, nicht ersetzend einsetzen.
Ja. Beide Tools können indirekt erkannt werden, vor allem durch:
untypische Sprachmuster
fehlende Quellenlogik
zu „glatte“ Formulierungen
Es gibt keinen 100 % sicheren KI-Detektor, aber Hochschulen prüfen Inhalte zunehmend kritisch.
Daher gilt:
KI-Texte immer individualisieren
fachlich korrigieren
mit eigener Argumentation anreichern
Eine professionelle wissenschaftliche Schreibberatung hilft, KI-gestützte Inhalte regelkonform und sicher einzuordnen.
ChatGPT ist ein KI-gestütztes Sprachmodell des Unternehmens OpenAI und basiert auf der sogenannten Transformer-Architektur. Es zählt zu den Large Language Models (LLMs) und wurde mit umfangreichen Textdaten trainiert, um kontextbezogene und sprachlich kohärente Antworten zu generieren.
Im akademischen Umfeld wird ChatGPT vor allem genutzt für:
die Strukturierung wissenschaftlicher Arbeiten
sprachliche Überarbeitung und Umformulierungen
Erklärung theoretischer und methodischer Konzepte
Entwicklung von Gliederungen und Forschungsfragen
Unterstützung beim Argumentationsaufbau
Gerade für deutschsprachige Texte zeigt ChatGPT eine vergleichsweise hohe sprachliche Präzision. Dennoch ist wichtig: Die Nutzung erfolgt unterstützend und ersetzt keine eigenständige wissenschaftliche Leistung. Informieren Sie sich vorab, wie Sie ChatGPT für Ihre Bachelorarbeit richtig einsetzen können.
Google Gemini ist ein KI-Modell von Google DeepMind und der Nachfolger von Google Bard. Im Unterschied zu ChatGPT ist Gemini stärker mit dem Google-Ökosystem verknüpft und kann Inhalte aus der Google-Suche einbeziehen.
Gemini wird häufig eingesetzt für:
schnelle thematische Übersichten
erste Recherchen zu aktuellen Fragestellungen
Zusammenfassungen webbasierter Inhalte
Der stärkere Webbezug kann bei aktuellen Themen hilfreich sein, geht jedoch häufig zulasten eines konsistent wissenschaftlichen Schreibstils.
Kriterium | ChatGPT | Google Gemini |
|---|---|---|
Akademischer Schreibstil | Sehr gut geeignet für sachlich-wissenschaftliche Texte, klare Argumentationsführung | Verständlich, aber teilweise eher journalistisch |
Struktur & Gliederung | Stärken bei Gliederungen, Argumentationslogik und Textaufbau | Eher für grobe Strukturentwürfe geeignet |
Sprachqualität (Deutsch) | Hohe sprachliche Qualität im Deutschen, gut für DACH | Teilweise vereinfachte oder uneinheitliche Formulierungen |
Faktenwissen | Breites Grundlagenwissen, aber Quellen müssen geprüft werden | Stärkerer Bezug zu aktuellen Webinhalten |
Quellenangaben | Kann Quellen strukturieren, neigt jedoch zu Halluzinationen | Liefert Hinweise, aber selten sauber zitierfähig |
Methodische Erklärungen | Differenzierte Darstellung wissenschaftlicher Methodik | Oft eher oberflächliche Erklärungen |
Eignung für Abschlussarbeiten | Gut geeignet zur Unterstützung (Struktur, Stil, Verständnis) | Eher für Vorrecherche und Themenüberblick |
Aktualität der Informationen | Abhängig vom Modell und Trainingsstand | Vorteil durch Google-Suche |
Bedienbarkeit im Studienalltag | Intuitiv, vielseitig einsetzbar | Stark eingebunden in Google-Umgebung |
Gesamtbewertung für wissenschaftliche Arbeiten | ⭐⭐⭐⭐☆ | ⭐⭐⭐☆☆ |
Für wissenschaftliches Schreiben im deutschsprachigen Raum ist ChatGPT in den meisten Fällen besser geeignet, während Gemini vor allem für aktuelle Recherchen sinnvoll ist.
Ein zentrales Kriterium wissenschaftlicher Arbeiten ist der formale, präzise Schreibstil. ChatGPT überzeugt hier durch klar strukturierte und akademisch formulierte Texte. Gemini formuliert verständlich, bleibt jedoch häufiger auf einem allgemeineren Niveau.
Gerade bei KI-Texten empfiehlt sich eine ergänzende KI-Korrektur, um Stil, Terminologie sowie formale und inhaltliche Anforderungen zuverlässig einzuhalten. Auf unserer Leistungsseite zur KI-Humanisierung von ChatGPT-Texten erfahren Sie, wie wir KI-generierte Inhalte wissenschaftlich überarbeiten.
Weder ChatGPT noch Gemini gelten im wissenschaftlichen Kontext als zitierfähige Quellen. Zwar können beide KI-Modelle inhaltlich schlüssige und teilweise korrekte Informationen liefern, sie ersetzen jedoch keine überprüfbaren Primär- oder Sekundärquellen. Zudem besteht bei KI-generierten Texten stets das Risiko sogenannter Halluzinationen, bei denen Quellen, Studien oder Fakten frei erfunden oder ungenau wiedergegeben werden. Aus diesem Grund dürfen Inhalte aus ChatGPT oder Gemini nicht als eigenständige wissenschaftliche Belege verwendet werden, sondern lediglich als unterstützendes Werkzeug im Schreibprozess.
Darüber hinaus gewinnt im akademischen Prüfkontext zunehmend die Frage an Bedeutung, inwieweit der Einsatz von ChatGPT nachweisbar ist. Hochschulen und Prüfer achten verstärkt darauf, ob Texte vollständig eigenständig verfasst wurden oder ob KI-gestützte Hilfsmittel zum Einsatz kamen. Entscheidend ist dabei weniger die bloße Nutzung von KI, sondern der transparente, regelkonforme Umgang damit sowie der klare Nachweis eigener wissenschaftlicher Leistung. Fehlende Kennzeichnung oder eine unreflektierte Übernahme KI-generierter Inhalte kann im schlimmsten Fall als Täuschungsversuch gewertet werden.
Internationale Institutionen wie das European Network for Academic Integrity (ENAI) betonen in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer kritischen Prüfung KI-gestützter Inhalte. KI-Tools können den wissenschaftlichen Arbeitsprozess unterstützen, ersetzen jedoch weder methodische Kompetenz noch die eigenständige inhaltliche Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur. Eine sorgfältige Überprüfung, fachliche Einordnung und sprachliche Überarbeitung bleibt daher unverzichtbar.
Für akademische Arbeiten sind logische Stringenz und klare Argumentationsketten essenziell.
ChatGPT ist besonders stark bei:
Aufbau von Argumentationsstrukturen
Formulierung von Einleitungen und Diskussionen
Gliederung wissenschaftlicher Arbeiten
Gemini eignet sich eher für:
Ideensammlungen
thematische Einstiege
kurze Zusammenfassungen
Für komplexe Argumentationen ist ChatGPT klar im Vorteil.
Beide Modelle verfügen über Grundkenntnisse wissenschaftlicher Methodik (qualitativ vs. quantitativ, Hypothesenbildung, Forschungsdesign). Dennoch gilt:
ChatGPT kann methodische Unterschiede meist differenzierter erklären
Gemini bleibt häufiger auf einer oberflächlichen Ebene
Gerade für Abschlussarbeiten oder Dissertationen ist daher Vorsicht geboten.
Ein wichtiger Aspekt für den DACH-Raum ist die Qualität der deutschen Sprache.
ChatGPT liefert in der Regel sehr saubere, akademisch angemessene deutsche Texte
Gemini zeigt im Deutschen gelegentlich stilistische Ungenauigkeiten oder vereinfachte Satzstrukturen
Für deutschsprachige wissenschaftliche Arbeiten ist ChatGPT derzeit meist besser geeignet.
Der Einsatz von KI-Tools wie ChatGPT oder Gemini bietet im wissenschaftlichen Kontext sowohl Chancen als auch erhebliche Risiken. Während KI-Systeme bei der Strukturierung von Texten, beim Verständnis komplexer Inhalte oder bei der sprachlichen Überarbeitung unterstützen können, zeigen sich zugleich klare Grenzen hinsichtlich inhaltlicher Verlässlichkeit, Zitierfähigkeit und Regelkonformität. Gerade im Zusammenhang mit bekannten Problemen KI-generierter Texte und der Frage, ob Arbeiten aufgrund unzulässiger KI-Nutzung wegen ChatGPT durchgefallen werden.
Nutzen von KI im wissenschaftlichen Arbeiten | Risiken beim Einsatz von KI |
|---|---|
Zeitersparnis bei der Strukturierung von Texten und bei Überarbeitungsprozessen | Inhaltliche Fehler oder erfundene Quellen (Halluzinationen) |
Unterstützung beim besseren Verständnis komplexer Theorien und Sachverhalte | Verstöße gegen Hochschul- und Prüfungsordnungen |
Hilfestellung für Nicht-Muttersprachler beim akademischen Schreiben | Verlust der Eigenleistung bei unkritischer oder ungekennzeichneter Nutzung |
Unterstützung bei Ideengenerierung und Gliederungsentwürfen | Schwierige Nachweisbarkeit und mögliche Plagiatsvorwürfe |
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) thematisiert den Einsatz generativer KI-Modelle wie ChatGPT im Rahmen der Digitalisierung von Lehre und Studium und betont dabei die Notwendigkeit eines kritisch-reflektierten Umgangs mit solchen digitalen Werkzeugen.
Für Studierende, die an einer Bachelor- oder Masterarbeit arbeiten, ist ChatGPT in vielen Fällen das geeignetere KI-Tool. Es unterstützt insbesondere bei der Strukturierung von Texten, der Entwicklung schlüssiger Argumentationen sowie bei der sprachlichen Ausarbeitung. Gemini kann ergänzend für erste Rechercheansätze oder thematische Überblicksdarstellungen genutzt werden, ersetzt jedoch weder eine fundierte Literaturarbeit noch eine eigenständige wissenschaftliche Argumentationsstruktur.
In der Praxis zeigt sich jedoch, dass KI-generierte Inhalte häufig nicht den formalen, methodischen oder inhaltlichen Anforderungen von Hochschulen entsprechen. Gerade bei Abschlussarbeiten sind eine klare Forschungslogik, saubere Bachelorarbeit-Methodik, korrekte Zitation und ein konsistenter wissenschaftlicher Schreibstil entscheidend. KI-Tools können diese Anforderungen unterstützen, jedoch nicht zuverlässig eigenständig erfüllen.
In solchen Fällen kann eine professionelle Ghostwriting-Dienstleistung eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Sie unterstützt dabei, bestehende Entwürfe – auch KI-gestützte – fachlich zu strukturieren, inhaltlich zu vertiefen und regelkonform auszuarbeiten. Studierende erhalten gezielte Unterstützung bei der Themenfindung, der Gliederung, dem Argumentationsaufbau und der sprachlichen Präzisierung, während die akademische Verantwortung beim Verfasser verbleibt. Außerdem können Sie bei uns eine maßgeschneiderte Mustervorlage für Ihre Bachelorarbeit erstellen lassen.
Neben Gemini spielen weitere KI-Tools im Studium eine Rolle:
Was ist besser: ChatGPT oder Copilot? Ein Beispiel-Vergleich
ChatGPT Konkurrenz 2025: Eine Übersicht über ChatGPT Alternativen
Diese Vergleiche zeigen, dass sich die Eignung von KI-Tools stark nach Einsatzzweck unterscheidet.
Die Frage „Was ist besser – Gemini oder ChatGPT?“ lässt sich differenziert beantworten:
ChatGPT ist für wissenschaftliche Arbeiten im deutschsprachigen Raum meist die bessere Wahl – insbesondere für Struktur, Stil und Argumentation.
Gemini eignet sich vor allem für aktuelle Recherchen und erste thematische Orientierung.
Für akademisches Schreiben gilt: KI ist ein Werkzeug – keine Quelle und kein Ersatz für wissenschaftliche Eigenleistung.
Für akademisches Schreiben ist ChatGPT meist besser geeignet, Gemini für Recherche.
Ja, sofern z.B. ChatGPT-Hochschulrichtlinien eingehalten und KI nur unterstützend genutzt wird.
Nein, KI-Modelle gelten nicht als wissenschaftliche Quellen. Daher kann KI nicht als Quelle angegeben werden.
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